Ob er das halten wird, was er verspricht, wird sich ab Oktober 2016 zeigen. Tatsache ist aber, dass mit Octavius Brown ein Mann verpflichtet werden konnte, der «alles mitbringt, was nötig ist, um im europäischen Basketball zu triumphieren», wie dieser athletische, ex­plosive Zweimeter-Mann von US-Fachkreisen beschrieben wird. 

Seine Entwicklung in der NCAA 1 bei den Alcorn State Braves verlief linear. Der Mann aus Brandon im Staate Mississippi war der unbestrittene Leader seiner Mannschaft und ver­lässt die renommierte Universität mit einem Punktedurchschnitt von 13 Zählern. Dazu kommen sieben Rebounds pro Match sowie unglaublich hohe Wurfquoten von 48 Prozent (Zwei-Punkte-Würfen) und 76 Prozent bei den Freiwürfen. Und was für die Starwings und deren Cheftrainer Roland Pavloski wichtig war: Octavius Brown, dessen Spitzename «Trey» lautet, kann eine Dreipunkte-Trefferquote von 40 Prozent aufweisen. «Neben Durell Vinson, der seine Stärken unter den Brettern hat, suchten wir einen Spieler, der auch aus der Mittel- und Weitdistanz erfolgreich ist. Mit Brown glauben wir, eine absolute Trouvaille verpflichtet zu haben, der uns gerade im Angriff mehr Flexibilität und Optionen gibt», erklärt Pavloski. 

Es ist ein offenes Geheimnis, dass die «Wings», welche im Herbst in ihre 12. Spielzeit in Folge in die Nationalliga A gehen werden, eigentlich den letztjährigen Centerspieler De­vonte Upson (22, 206cm) weiterverpflichten wollten. Mündlich waren sich die Baselbieter mit dem US-Profi einig. «Doch Devonte, der noch viel Entwicklungspotenzial hat, begann zu spekulieren und wollte den Sommer abwarten, ob er eine noch bessere Offerte erhält», so Trainer Pavloski. Ein Spiel, das die «Wings» grundsätzlich nie mitmachen. 

Und weil mit Octavius Brown ein ebenso junger und spektakulärer Spieler bereit war, «ohne Wenn und Aber sowie dem gewohnten Pokern unser Angebot zu akzeptieren, sind wir sicher, dass unser neuer Profi mindestens so stark wie Vorgänger Upson ist. Seine Col­lege-Statistiken, in einer wesentlich stärkeren Universität und Liga, sind jedenfalls bes­ser», so Pavloski und die Klubleitung um Vize-Präsident Pascal Donati und Präsidentin Gaby Weis vielsagend. 

Damit haben die Starwings, als erster Klub der elf Nationalliga A-Vereine, ihr Profi-Trio (Brown, Jo­nes und Vinson) bestimmt. Ob die neue Ausländerreglung «3 + 1» - vier Auslän­der sind möglich, es dürfen aber maximal drei auf dem Feld stehen - vom Schweizeri­schen Basketballverband (FSBA) definitiv abgesegnet wird, wird sich anfangs Juli zeigen. Und ob das Birstaler Kombinat überhaupt von einem zusätzlichen Ausländer Gebraucht machen könnte, hängt natürlich auch von den Mitteln ab.