So hatte sich Matthias Preiswerk, der Präsident des EHC Basel, den Abend seines 50. Geburtstags wohl nicht erhofft. Seine Mannschaft schenkte ihm zwar noch mehr Tore und Spannung als bisher, doch auch im dritten Anlauf gelang ihnen im Viertelfinale gegen Olten kein Sieg.

Nach der gestrigen 4:5-Niederlage in Olten führen die Solothurner die Serie 3:0 an und könnten am Freitag in Basel (20:00 Uhr, St. Jakob-Arena) alles zu ihren Gunsten entscheiden. Dass man die «Haie» aber noch lange nicht als erlegt betrachten darf, haben sie gestern bewiesen. Einen 1:4-Rückstand holten sie beinahe heroisch auf, hatten aber in der Verlängerung nicht das Glück des Tüchtigen.

Basler nutzen Chancen nicht

Die Basler kamen vor allem durch Jamie Wright bereits früh zu Chancen, machten sich aber in der Folge das Leben selbst schwer.

Nach knapp sieben Minuten stand die Basler Abwehr zu offensiv und wurde von den Oltnern überrannt. Ein Passspiel endete vor dem Basler Tor bei Remo Hirt, der den Basler Goalie Damiano Ciaccio zum Führungstreffer umspielte.

Basel zu undiszipliniert

Danach folgten bei den Baslern vor allem Undiszipliniertheiten. Ein vierminütiges Unterzahlspiel wegen eines hohen Stocks von Jonathan Roy ins Gesicht Pascal Annens überstanden die Gäste noch. Kurz vor Ende des ersten Drittels kassierte aber auch Tassilo Schwarz nach längeren Bandenkämpfen eine unnötige Strafe, welche der EHC Olten gleich nach dem Anspiel und fünf gespielten Sekunden auszunutzen vermochte. Carsten Germyn spielte den Puck vors Tor, wo Philipp Wüst goldrichtig stand für den zweiten Treffer.

Zu Beginn des Mitteldrittels wiederholte sich das Spiel. Nach einem Handgemenge vor dem Basler Tor setzte es Strafen ab und zwei Sekunden nach dem gewonnen Anspiel schoss Pascal Annen auch gleich zum 3:0 ein – die vermeintliche Vorentscheidung nach nur 21 Minuten.

Die Basler gaben jedoch nicht auf und kamen nach dem Schock besser ins Spiel und zu vielen Chancen. Mehr als der Überzahltreffer von Jewgeni Schirjajew in der 25. Minute schaute dabei aber lange nicht heraus.

Im Schlussdrittel schien Hirt mit seinem zweiten Treffer in der 46. Minute alles klar zu machen, doch 25 Sekunden später glich Wright aus und in der 56. Minute erzielte Schirjajew seinen zweiten Treffer, als er Kropf mit einem Weitschuss zwischen den Schonern erwischte.

Ausgleich 15 Sekunden vor Sirene

Damit wurde es nochmals brenzlig. Dany Gelinas nahm 95 Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit Ciaccio heraus und ersetzte ihn durch einen zusätzlichen Feldspieler. Weil Diego Schwarzenbach den Puck aus dem Spielfeld schoss, musste er auf die Strafbank. Bei sechs gegen vier Feldspieler gelang schliesslich 15 Sekunden vor der Sirene Wright den vielumjubelten Ausgleichstreffer.

In der Verlängerung zeigten sich die Basler physisch, die Oltner läuferisch besser und nach knapp acht Minuten war es Bruno Marcon, der die EHCO-Fans zum Jubeln brachten. Damit ist das vierte Spiel mit dem ersten Matchpuck für Olten lanciert.