Das Ziel zu Saisonbeginn hiess: Playoff-Qualifikation. Nun ist man knapp an diesem Ziel vorbeigeschrammt. Vor dem letzten Spieltag der Qualifikation kämpften noch drei Teams um einen Playoff-Platz.

Der EHC Basel feierte im letzten Spiel einen Erfolg gegen Leader Sion, war aber gleichzeitig auf negative Resultate der Direktkonkurrenz angewiesen. Schliesslich entpuppte sich Seewen als Spielverderber. Alle drei Teams schlossen punktgleich ab und, zum Leidwesen der Basler, entschied nicht das Torverhältnis, sondern die Direktbegegnungen.

Jetzt muss der EHC Basel also in der Abstiegsrunde mittun. Mit diesem Rückschlag gehen die Basler allerdings sportlich um. «Wir wussten, dass ein Platz in den Playoffs ein ehrgeiziges Ziel war, schliesslich stellten wir auch das jüngste Team der MySports-League», erklärt EHC-Basel-Präsident Daniel Schnellmann.

«Natürlich ist es schade, aber wir sind nicht völlig enttäuscht. Schliesslich haben wir uns für den Cup der nächsten Saison qualifiziert», sagt der überraschend heiter wirkende Präsident weiter. Der Pokal stellt für einen Drittligisten wie den EHC Basel einen durchaus bedeutenden wirtschaftlichen Faktor dar.

Die Gründe, warum es nicht für eine Playoffplatzierung gereicht hat, sieht Schnellmann vor allem in der schlechten ersten Hälfte der Saison. Die Gründe dafür sieht er primär in einem schlechten Spieler-Trainer-Verhältnis. Dementsprechend hat die Basler Vereinsführung entschlossen, sich nach einem neuen Trainer umzusehen.

In Albert Malgin sahen sie eine nachhaltige Lösung. Und siehe da: Die Spieler sind mit ihrem neuen Trainer anders aufgetreten und die Mannschaft hat den Turnaround geschafft. Zu spät aber, um sich die Teilnahme an den Playoffs zu sichern, wie sich zeigen sollte.

«Spannender, aber schwieriger»

Schnellmann zieht ein interessantes Fazit zur neu geschaffenen Liga: «Das Spielniveau war über die gesamte Saison hinweg extrem hoch. Wir haben noch selten erlebt, dass eine Liga so ausgeglichen war. Ausser Sion und Neuchâtel schlug fast jeder mal jeden. Das macht den Wettbewerb natürlich spannender, aber für uns auch schwieriger.»

Der Abstieg ist für die Basler kein Thema, da Neuchâtel – mit 18 Punkten Rückstand auf den Zweitletzten Chur – abgeschlagen die rote Laterne trägt. Deshalb hält Schnellmann die Abstiegsrunde auch für eine Farce. Den 9. Platz möchte man dennoch behalten und der Präsident erwartet: «Das Team soll anständig auftreten und mit Einsatz und Identifikation spielen. Auch wenn wir wissen, dass es schwierig wird, die Spieler zu motivieren.»

Für die neue Saison will man ein «playofffähiges» Kader bilden. In diesen Tagen spricht man auch mit Heilsbringer Malgin, um ihn halten zu können, da man in ihm eine sowohl kurz- als auch mittelfristige Lösung sieht. «Malgin soll dann auch bei der Kaderbildung mitbestimmend wirken», erklärt Präsident Schnellmann.

«Wir wollen für die kommende Saison auch einige Charaktere, die der Mannschaft eine emotionale Unterstützung bieten können.» Es wird also einige Mutationen geben, allerdings will man nicht die halbe Mannschaft umkrempeln. Dies käme auch den Forderungen der Fans entgegen, die sich Konstanz wünschen, damit es wenigstens nächste Saison mit den Playoffs klappt.