Eishockey

Der EHC Basel vergeigt das erste Playoff-Spiel gegen Arosa

Im ersten Spiel der Playoff-Viertelfinals zwischen dem EHC Basel und dem EHC Arosa reichten Basel 40 Schüsse nicht, um ein Tor gegen den starken Torhüter Kruijsen zu erzielen. Umgekehrt nutzte Arosa die Fehler der Basler gnadenlos aus und gewinnen verdient mit 0:4. Damit ist Basel am nächsten Donnerstag im zweiten Spiel in Arosa bereits in Zugzwang.

In gegenüber dem letzten Qualifikationsspiel unveränderter Aufstellung zeigte der EHC Basel zu Beginn mit ein paar kernigen Checks, dass sie bereit sind. Die Gäste wirkten in ihren Aktionen aber zielstrebiger, waren im Umschaltspiel schneller und mit ein, zwei Pässen im Drittel der Basler. Die Aroser Führung war jedoch eine Einzelleistung von Däscher, der über das ganze Spielfeld lief und mit seinem Schuss Haller auf dem falschen Fuss erwischte.

Dieser Treffer hatte die Wirkung bei Basel nicht verfehlt. Nur zwei Minuten später spielte Agha einen schönen Pass über 30 Meter zu Däscher, der von der blauen Linie alleine auf Haller zustürmen konnte und eiskalt seinen zweiten Treffer erzielte. Basel reagierte mit einem frühen Timeout. Im Anschluss hatte man zwar die Ordnung gefunden, gegen die aggressiv störenden und praktisch Mann gegen Mann spielenden Bündnern tat man sich jedoch weiterhin schwer. Chancen erspielte Basel hauptsächlich im Überzahlspiel. Dabei hatte Vogt und Rattaggi, unter anderem mit einem Pfostenschuss, Pech im Abschluss. Kurz vor Ende des Startdrittels sorgten unnötige Strafen dafür, dass Basel in doppelter Unterzahl das zweite Drittel in Angriff nehmen musste.

Basel gab sich nie auf

Nur elf Sekunden dauerte es dort, bis Bandiera mit einem "Buebetrickli" das 0:3 erzielen konnte. Dabei kurvte er ohne grosse Gegenwehr ab der Mittellinie um das Tor von Haller. Wer nun dachte, dass das Spiel gelaufen war, sah sich getäuscht. Das Othmann-Team stemmte sich gegen die Niederlage. Unter Führung von Captain Marco Vogt, der Doppeleinsätze leistete, erspielte sich Basel mehrere Möglichkeiten, scheiterte aber mehrmals an Kruijsen und am eigenen Unvermögen. Auch aus den vielen Powerplay-Möglichkeiten resultierte kein Erfolgserlebnis. Etwas Aufregung gab es in der Spielmitte, als eine Auseinandersetzung ohne Handschuhe zwischen Agha und Sahli (Sahli Sieger nach Punkten) für je eine Spieldauerdisziplinarstrafe sorgte.

Mangelhafte Chancenauswertung

Im Schlussabschnitt erhöhte Basel nochmals den Druck, zeigte dabei durchaus einige gelungene Aktionen, welche im Minimum einen Treffer verdient gehabt hätten. Zweimal Seiler in der 42. Minute sowie Schir und Rattaggi mit einer 100%igen in der 45 Minute hätten zwei Tore schiessen müssen und so wieder Spannung in die Partie bringen können. Wie man es macht, zeigten die Gäste in der 46. Minute. Wunderbar herausgespielt erzielt Infanger mit der ersten Möglichkeit im Schlussdrittel das 0:4. Weitere Chancen durch Schir, Vogt (ebenfalls mit Pfostenschuss), Rattaggi oder Gröflin folgten. Bezeichnet die Situation Sekunden vor Schluss, als in doppelter Unterzahl Basel nochmals zu grossen Möglichkeiten kam, Arosa jedoch mit Einsatz und Glück ihrem Matchwinner Kruijsen den Shutout retteten.

Der Start in die Playoff-Viertelfinals hat sich der EHC Basel so nicht vorgestellt. Verloren ist jedoch noch nichts. Auf der Leistung des 2. und 3. Drittels kann man aufbauen. Das höchste Verbesserungspotential liegt am Verwerten der Chancen und im Powerplay. Zudem ist es wichtig, dass sich bei Scheibengewinn die restlichen Spieler sofort freilaufen und anbieten. So kann man der Spielweise von Arosa entgegenwirken – wie im Schlussabschnitt bewiesen.

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