Eishockey

Der EHC Basel verliert in Arosa knapp mit 3:4

Die Auswärtsfahrt nach Arosa bringt dem EHC Basel keine Punkte ein.

Die Auswärtsfahrt nach Arosa bringt dem EHC Basel keine Punkte ein.

Trotz einem Schussverhältnis von 37:20 verliert ein ersatzgeschwächter EHC Basel das MySports-League-Spiel gegen ein effizientes Arosa mit 3:4. Bei der Niederlage machen ausgerechnet einige Ex-Basler, die mittlerweile im Arosa-Dress auflaufen, den Unterschied aus.

Die Niederlage war aufgrund zwei Powerplaytoren, einem Shorthander sowie einem Kontertor nicht zwingend, wie Torhüter Damian Osterwalder nach dem Spiel bemerkte: "Wir hatten über lange Strecken gutes Hockey gezeigt. Jedoch immer, wenn wir ins Spiel zurückgefunden haben, waren Sie kaltblütig vor dem Tor. Das hat den Unterschied gemacht. Zudem waren wir defensiv nicht konsequent genug."

Viele Stammspieler nicht einsatzbereit

Zunächst hatte Basel Mühe ins Spiel zu kommen. Neben der langen Anreise waren auch die Abwesenden ein Grund. Neben den verletzten Büsser, Tuffet und Steinmann nahmen auch Kiss und Hrabec krankheitshalber an der kurvenreichen Fahrt nach Arosa nicht teil.

Erschwerend kam noch hinzu, dass Captain Marco Vogt beim Einspielen nach einem Zusammenprall einen Nasenbeinbruch erlitt. Die drei verbliebenen Center wechselten sich in den vier Sturmlinien ab. Das "C" auf der Brust übernahm Maurer.

Den Gegner falsch eingeschätzt

Ein weiterer Grund für die anfänglichen Schwierigkeiten war der Auftritt der Gastgeber, die ein gutes Spiel zeigten: "Wir waren gut vorbereitet, hatten Arosa aufgrund der Videoanalyse aber passiver erwartet. Es hat etwas länger gedauert, bis wir uns daran gewöhnt haben", so Osterwalder. Tatsächlich gefiel Basel gegen Ende des Startdrittels besser. In der 17. Minute konnte Arosas Torhüter Kruisen den Puck nach einem Abschluss von A. Valenza gerade noch vor der Linie zwischen den Schonern blockieren.

In dieser Phase erhielt Basel die Möglichkeit in Überzahl zu spielen. Dabei verlor man im eigenen Drittel die Scheibe. Die ex-Basler Cola und Jeyabalan konnten davon profitieren und mit einem "Shorthander" die Führung erzielen. Basel reagierte heftig. Allein in der letzten Spielminute musste Kruisen gegen Zwissler, Schnellmann und A.Valenza dreimal sein Können unter Beweis stellen.

Im Mitteldrittel war Basels "Best Player" und auffälligster Spieler auf dem Eis, Jan Zwissler, die tragische Figur. Beim 2:0 durch Roner nach einem schnellen Vorstoss sass er eine Zweiminutenstrafe ab. Kurz darauf korrigierte er umgehend seinen Strafbankaufenthalt und glich im Powerplay mit einem harten Schuss aus. Kurz darauf hatte Rattaggi eine Top-Chance sein Team erstmals in Führung zu bringen.

Auch danach hatte man das Gefühl, dass Basel dem Ausgleich näher ist, als Arosa dem 3:1, welches dann doch in einem weiteren Powerplay durch Pfranger doch noch fiel. Gegen Zwissler war zuvor eine harte zwei plus zehn Minutenstrafe wegen Bandencheck ausgesprochen worden.

Ex-Basler schiessen Arosa zum Sieg

Das Schlussdrittel begannen die Gäste gut. In der 43. Minute schoss Maurenbrecher den Anschlusstreffer auf kuriose Weise. Irgendwie lag die Scheibe nach einer abgelenkten Bogenlampe im Tor. Basel drückte danach auf den Ausgleich. Prompt profitierte Arosa vom sich bietenden Platz und erzielte durch Sahli, ein weiterer ex-Basler, durch einen strammen Schuss das 4:2. Basel gab nicht auf uns verkürzte nochmals durch Schnellmann auf 4:3. Zum Ausgleich reichte es nicht mehr. Arosa rettete den Vorsprung über die Zeit.

Das nächste Spiel für den EHC Basel findet am nächsten Dienstag, um 20:15 Uhr nochmals gegen den EHC Arosa statt. Dieses Mal zu Hause. Für Damian Osterwalder ist es wichtig, aus dem Spiel in Arosa zu lernen: "Wir müssen abgeklärter und konzentrierter agieren und dort den Unterschied machen. Nun ist es wichtig sich gut zu regenerieren und im Training weiter an der Taktik zu arbeiten." Es ist zu hoffen, dass am nächsten Dienstag zu Hause diese unnötige Niederlage korrigiert werden kann.

EHC Arosa – EHC Basel 4:3 (1:0; 2:1, 1:2)

SKZA Obersee –  470 Zuschauer

Schiedsrichter: Florian Steiner; Emmanuel König, Marc Remund

MSL Bestplayer:  Basel: Zwissler; Arosa: Pfranger

Bestplayer Spiel: Basel: Rattaggi Arosa: Sahli

Schüsse: Basel 37 Arosa 20 (11:4; 12:10, 14:6)

Tore: 19. Cola (Jeyabalan) 1:0. 21. Roner (Bruderer, Hostettler) 2:0. 23. Zwissler {6} (Hunziker {4}, A.Valenza {9}) 2:1. 40. Pfranger (Klopfer, Amstutz) 3:1. 43. Maurenbrecher {3} (Hunziker {5}, A. Valenza {10} 3:2. 44. Sahli (Cola) 4:2. 53. Schnellmann {2}(Lehner {1}, L.Valenza {2}) 4:3.

Strafminuten: 5 mal 2 Minuten plus 1 mal 10 Minuten (Zwissler wegen Bandencheck), gegen Basel; 4 mal 2 Minuten gegen Arosa

Bemerkungen: Vogt beim Einlaufen vor dem Spiel verletzt ausgeschieden (Nasenbeimbruch). 60. Timeout Basel.

EHC Basel: Osterwalder (ET: Haller); Hagen, Gfeller; Hermkes, Hunziker; Maurer, Spies; Schwoerer; Maurenbrecher, Rattaggi, Dietrich; Zwissler, Seiler, A. Valenza; Schir, Vogt, Gröflin; L. Valenza, Lehner, Schnellmann. Headcoach: Robert Othmann; Assistent-Coach: David Malicek. Abwesend: Büsser, Tuffet, Steinmann (verletzt); Hrabec, Kiss (krank) 

EHC Arosa: Kruisen (ET: Kotry);  Bahar, Klopfler; Spinetti, Lindemann; Carevic, Salerno; Dünser, Roffler; Lampert, Roner, Infanger; Bandiera, Amstutz, Jeyabalan; Tosio, Cola, Sahli; Bruderer, Hostettler, Pfranger.   Headcoach:Marc Haueter. Assistent-Coach: Goran Manojlovic

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