Eishockey

Der EHC Basel verliert zum vierten Mal in Folge

Gegen die dicht gestaffelte Churer Abwehr war für die Basler Stürmer kein Durchkommen.

Gegen die dicht gestaffelte Churer Abwehr war für die Basler Stürmer kein Durchkommen.

Der EHC Basel verliert das letzte Auswärtsspiel in der Qualifikationsrunde der MySports League gegen den EHC Chur mit 0:2. Im ersten Drittel zeigte Basel eine gute Partie, verpasste es jedoch mit Toren die Weichen auf Sieg zu stellen. Mit der vierten Niederlage hintereinander gerät der sicher geglaubte Playoff-Platz in Gefahr.

Den Baslern war die wichtige Partie gegen einen direkten Konkurrenten um einen Platz unter den ersten Vier und damit mehr Playoff-Heimspielen bewusst. Mit einem Sieg hätte die Mannschaft von Robert Othmann Chur zurückbinden, den dritten Platz sichern und den Abstand zu Platz Neun entscheidend vergrössern können. Entsprechend beherzt agierten die Basler im Startdrittel. Es spielten praktisch nur die Gäste aus der Nordwestschweiz. Sie kombinierten gut und überzeugten auch in kämpferischer Hinsicht. Die Bündner beschränkten sich hingegen auf nicht ungefährliche Nadelstiche. EHC-Assistenzcoach David Malicek hatte anfangs Freude an seiner Mannschaft: «Bis zum Gegentor waren wir überlegen und die bessere Mannschaft. Leider haben wir es verpasst, in Führung zu gehen.»

Nach Gegentor aus dem Tritt geraten

Das Churer Führungstor zeichnete sich kurz nach Beginn des Mitteldrittels ab. Die Gastgeber kamen mutiger und offensiver aus der Kabine. In der 22. Minute tankte sich Denis Vrabec auf der rechten Seite durch. Sein scharfer Pass in die Mitte lenkte Cedric Sieber gekonnt zur Führung ab. Dieser Führungstreffer beflügelte Chur, während Basel geschockt wirkte. Fabio Haller verhinderte mit teils mirakulösen Paraden weitere Gegentreffer.

Die beste Basler Möglichkeit hatte in der 37. Minute Roman Hrabec, der den Ausgleich aber verpasste. Verständlicherweise war Malicek vom zweiten Drittel alles andere als angetan: «Wir bekommen das Gegentor zu Beginn des zweiten Drittels, was es im Hockey immer geben kann. Danach hat leider nicht mehr viel zusammengepasst. Wir müssen auch in solchen Situationen unseren Plan befolgen, kein bisschen vom Gaspedal gehen, auch wenn wir ein Gegentor erhalten. Chur hat durch die Zuschauer Energie geschöpft. Wir hingegen hatten Mühe hinten herauszukommen und vorne etwas zu kreieren. Das war schlussendlich der Unterschied.»

Überzeugender Churer Torhüter

Chancen zum Ausgleich waren auch im Schlussdrittel vorhanden. Churs Torhüter Leon Vincent Sarkis brachte jedoch die Basler Stürmer mit seinen Paraden zur Verzweiflung. Insbesondere die erste Sturmlinie mit Raoul Seiler, Eric Himelfarb und ab Spielmitte mit Joshua Schnellmann erarbeitete sich Möglichkeit um Möglichkeit.

Nachdem Basel gegen Schluss nochmals alles nach vorne warf und abermals mehrmals an Sarkis scheiterte, vollendete Cyrill Bischofsberger einen Churer Entlastungsangriff alleine vor Haller kaltblütig zum 2:0. Neun Sekunden vor Schluss – als Haller bereits einem sechsten Feldspieler gewichen war - verhinderte Thomas Büsser gar noch das dritte Gegentor. «Wir haben am Schluss nochmals versucht Druck zu erzeugen. Wir sind angelaufen, hatten viele Möglichkeiten. Irgendwann sind die Ideen ausgegangen und die Zeit abgelaufen», sagte ein frustrierter Malicek nach der Partie.

Die Woche der Wahrheit steht an

Damit folgt nun die Woche der Wahrheit für den EHC Basel mit den beiden Heimspielen am nächsten Dienstag gegen den EHC Bülach und am nächsten Samstag gegen Wiki-Münsingen. Mindestens drei Punkte aus den zwei Partien sind Pflicht, um das erste Minimalziel zu erreichen. «Wir müssen nun die Kurve bekommen und das machen was es braucht. Es gibt keine Schonfrist mehr», sagte Malicek. Dabei betonte der Assistenztrainer, dass beim EHC Basel trotz vier Niederlagen hintereinander keine Krise herrsche: «Wir haben bis zum Gegentor wirklich gut gespielt. Wir müssen nun in den richtigen Momenten die Tore schiessen, cleverer und geduldiger sein, nicht den Kopf verlieren und bei einem Rückstand nicht aufhören zu spielen», so ein sichtlich enttäuschter Malicek zum Schluss.

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