Eishockey

Der EHC Basel will das Playoff-Rezept nicht verraten

Der Basler Michel Riesen (l.) legt zum 2:0 ein.

Der Basler Michel Riesen (l.) legt zum 2:0 ein.

Die Basel Sharks verlieren das letzte Qualifikationsspiel gegen Thurgau mit 4:5. Obwohl das Team noch nicht in Top-Form ist, besteht kein Grund zur Panik. Denn der Fokus liegt auf den kommenden Playoffs.

Am kommenden Freitag steigen die Sharks in die zweite Playoff-Serie gegen Langenthal. Die letzte, vor einem Jahr, ging sang- und klanglos verloren. Die diesjährige Serie hat andere Vorzeichen, denn die Basler haben die Oberaargauer in den letzten drei Partien dreimal geschlagen. «Es scheint fast, als hätten wir ein Rezept gegen Langenthal gefunden», sagen Trainer Dino Stecher und Captain Marvin Frunz im Abstand von wenigen Minuten. Doch verraten will das Rezept keiner …

Noch nicht in Playoff-Form

Ein Sieg aus den letzten drei Spielen reichte den Sharks zur Playoff-Qualifikation aus, doch die Playoff-Form, die haben die Sharks noch nicht erreicht. Auch nicht gegen Thurgau, das sich dank dem 5:4-Sieg in Basel erstmals seit 1999 wieder für die Playoffs qualifizierte. Defensiv fehlt die Stabilität vergangener Tage, die bereits seit längerem feststehenden Abgänge von Dan Weisskopf und Anthony Rouiller und das verletzungsbedingte Fehlen von Louis Heinis reissen mehr Lücken als erhofft in den Basler Defensivverbund. Gestern fehlte auch der 19-jährige Berner Elite-Junior Yannick Kaufmann, einer der besten Verteidiger der letzten drei Spiele. Offensiv macht sich das Fehlen eines Fighters und Skorers wie Marco Müller bemerkbar und trotz der Rückkehr von Brandon Buck fehlt zurzeit die Durchschlagskraft, die Basel in seinen besten Phasen ausgezeichnet hat.

Trainer Dino Stecher kennt diese Schwächen, doch er lässt sich nicht allzu sehr aus der Reserve locken und spricht die positiven Punkte an, ehe er allerdings klar festhält: «In den Playoffs werden die Karten wohl neu gemischt, aber nur, wenn sich alle bewusst sind, auf welche Art und Weise wir unsere Erfolge erzielt haben.»

24 Stunden Zeit für Transfers

Den berühmten Schalter umlegen, davon spricht auch Captain Marvin Frunz, der als einer von nur drei Spielern alle 45 Qualifikations-Partien bestritten hat. Auch er bemängelt, man sei gegen Thurgau zu wenig hart eingestiegen, habe zu wenig konsequent gespielt. Immerhin, so Frunz, sehe die Bilanz einiges besser aus als vor einem Jahr. «Wir haben mehrmals bewiesen, dass wir es können. Nun gilt es zur richtigen Zeit, die richtigen Daten abzurufen.» Frunz spricht davon, dass die Chemie im Team stimme und «ich bin überzeugt, dass wir Charakter zeigen werden, denn wir sind uns selber noch etwas schuldig – den ersten Playoff-Sieg nämlich.» Die Playoff-Teilnehmer haben nun 24 Stunden Zeit, noch den einen oder andern Transfer zu tätigen. Sharks-Geschäftsführer Pascal Suter verspricht, dass «wir noch aktiv werden.» Möglich ist, dass beispielsweise Ajoie-Stürmer Bernie Sigrist nach Basel zurückkehrt. Bereits sicher ist, dass GCK-Topscorer Alex Nikiforuk Langenthal verstärken wird.

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