Tennis
Der erste Aufschlag der Saison für Muttenz und Allschwil

Die Interclub-Saison steht vor der Tür. Mit dabei sind auch Muttenz und Allschwil. Die beiden Klubs stellen sich in dieser Saison mit den Männerteams neu den Gegnern aus der Nationalliga C und schauen dabei positiv auf die bevorstehenden Spiele.

Patrick Pensa
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Zugpferd des TC Muttenz: Benjamin Rufer.

Zugpferd des TC Muttenz: Benjamin Rufer.

ZVG

Das Wetter meinte es bislang nicht gut mit den Sandplätzen der Region. Zu nass war die Witterung. Die Old Boys warnen schon mal vor, dass wahrscheinlich im Vitis Sportcenter gespielt werden muss. Andernorts sind Verschiebungstermine bereits definiert.

Die ersten Filzbälle der neuen Interclub-Saison werden aber heute auf jeden Fall fliegen, in- oder outdoor. In den höheren Ligen ist der regionale Scheinwerfer auf Muttenz und Allschwil gerichtet. Die zwei Männerteams sind unter unterschiedlichen Vorzeichen in die Nationalliga C aufgestiegen.

«Wir haben etwas Glück beansprucht», gibt Muttenz-Spielleiter Freddy Hemberger offen zu. 5:4 gewann Muttenz im entscheidenden Spiel gegen Meggen. «Wenige Punkte gaben am Ende den Ausschlag», erinnert sich Hemberger.

Doch das spielt nun keine Rolle mehr. Muttenz steht in der NLC und will dort auch bleiben. Das langjährige Team erfuhr auf die neue Saison hin keine Veränderungen. «Wir wollten uns verstärken, aber wir nehmen kein Geld in die Hand», sagt Hemberger, der selbst bei den Senioren spielt.

Entsprechend sticht bei Muttenz weiterhin vor allem Benjamin Rufer ins Auge, der vor zwei Jahren von Augst kam und heute so etwas wie das Muttenzer Zugpferd ist.

Trotzdem ist die neue Liga für den kleinen Klub, dessen Mitgliedzahl knapp unter der 200-Mitglieder-Grenze liegt, eine Herausforderung. Ob der TC Muttenz mit der Konkurrenz mithalten kann, zeigt sich bereits heute, wenn Nyon empfangen wird.

Wobei Hemberger die Romands als Wundertüte bezeichnet, weil sie sich mit Spielern des NLA-Teams verstärken könnten. Er richtet seinen Blick sowieso bereits eine Woche weiter. Am 11. Mai empfängt Muttenz Flamingo Ostermundigen, welches mit dem ehemaligen Davis-Cup-Spieler Michel Kratochvil antritt. «Das wird ein Highlight», sagt Hemberger.

Den Wiederaufstieg hat der TC Allschwil geschafft. Oder um korrekt zu sein: Den Aufstieg hat Ciba bewerkstelligt. Der Klub hat sich aber aufgelöst, nachdem das Gelände mit der Tennisanlage verkauft wurde.

Nun wird zwar noch für ein Jahr auf der alten Anlage gespielt, aber bereits unter dem neuen Namen. Da es sich nun nicht mehr um einen Firmenklub handelt, musste auch die Finanzierung neu organisiert werden. «Wir mussten komplett bei null beginnen», sagt Trainer Christoph Inauen, der im NLC-Team spielt.

Da praktisch alle Mitglieder in den neuen Klub gewechselt haben und auch einige Sponsoren gefunden wurden, sei aber alles gesichert. Solange sie noch auf der alten Anlage wären, müssten sie eher schauen, dass der Klub nicht zu viele Mitglieder habe, da sie nur wenige Felder zur Verfügung haben.

Im nächsten Jahr würde Inauen aber gerne beginnen, eine grössere Nachwuchsabteilung aufzubauen.

Der ersten Runde schaut der 29-jährige Inauen mit gemischten Gefühlen entgegen. Gleich drei Stammspieler, darunter die Nummer 1 Yanick Petignat, fehlen, sodass die Mannschaft zu Beginn eher schwächer als im letzten Jahr antritt.

Doch sie hätten mit der Gruppenauslosung Glück gehabt. «Es ist keine wahnsinnig starke Gruppe», sagt Inauen. Ein zweiter oder dritter Platz läge sicher im Bereich des Möglichen. Heute geht es in der ersten Runde zu Hause gegen Langnau am Albis.