2. Liga inter.
Der FC Allschwil gibt sich gegen Therwil keine Blösse

Im Derby gewinnt Allschwil in Therwil diskussionslos mit 3:0 (1:0). Durch die Niederlage ist der FCT im Abstiegsstrudel angekommen und muss nun beweisen, dass er dem Niveau der Liga gerecht wird.

Von Nicolas lurati
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Therwil-Allschwil
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Therwils Michel Weber (rechts) im Laufduell mit Marco Paracchino
Allschwils Vulnet Bajrami tackelt Adrian Kunz

Therwil-Allschwil

Ein Befreiungsschlag des FC Therwil gerät in Richtung Bank des FC Allschwil. Der Schwellheimer Teammasseur Alfred Burla streckt und streckt sich, fährt die Arme aus und will den Ball fangen – verfehlt die Kugel jedoch und fällt dabei unsanft auf den Rücken. Ein schlechtes Omen für seine Mannschaft? Würden die Blauroten nach einem optimalen Rückrundenstart diesmal nun eine Bruchlandung erleiden?

Ganz und gar nicht: Die Gäste zeigten den Aufsteigern aus dem 99er-Dorf über das gesamte Spiel gesehen, klar ihre Grenzen auf. Schon recht früh in der Begegnung ging dann auch die Allschwiler Torejagd los. Nach 17 Minuten legte Loic Schnebelen, der linke Läufer des FCA, das Leder mustergültig auf Fidel Tato zurück und dieser musste aus gut sechs Metern nur noch einschieben.

Entschieden wurde die Partie jedoch erst mit einem Allschwiler Standard-Doppelschlag kurz nach der Pause. Sohail Bamassy durch einen direkten Freistoss und Schnebelen per Kopf nach einem Eckball untermauerten die FCA-Stärke bei stehenden Bällen.

Lomma bärenstark

Allschwil hatte im Endeffekt nicht nur einen klaren Vorteil bezüglich Trefferkonto, sondern führte auch spielerisch die feinere Klinge. Besonders der erst 18-jährige Mittelfeldspieler Nico Lomma zeigte in der Schaltzentrale der Gästeequipe eine bärenstarke Partie. Auch die Winterneuzugänge Denis Widmer und Branko Majic konnten aufseiten des FCA extrem überzeugen. Bei den Therwilern hingegen fehlten die kreativen Elemente komplett. Obwohl der Aufsteiger auf den «Mitte-Mitte»-Positionen mit Tobias Fumagalli und Floriano Brogna über zwei technisch äusserst versierte Kicker verfügt, resultierte im Endeffekt auf der gestalterischen Ebene klar zu wenig. Somit ist der FC Therwil wieder voll im Abstiegskampf drin, denn der Abstand auf den Strich beträgt nur noch fünf Zähler. «Wir lassen uns nicht nervös machen», meint jedoch Trainer Franz Glaser.

Chancen auf Klassenerhalt

Beim FC Allschwil hingegen läuft es in die entgegengesetzte Richtung. Nach neun Punkten aus den ersten drei Rückrundenpartien haben die Blauroten wieder sehr gute Chancen auf den Klassenerhalt. «Ich bin sehr zufrieden», sagt Sportchef Laurent Longhi. «Vor allem in der Defensive sind wir viel stabiler als noch in der Hinrunde.» Kommt noch hinzu, dass beim FCA mit Sehid Sinani, Hakki Oek und Michel Banholzer drei Klasse-Spieler ausfielen und die Mannschaft damit eigentlich noch mehr Substanz zu bieten hat. Werden diese Akteure in den kommenden Wochen zurückkehren, so dürfte der Ligaverbleib klar zu bewerkstelligen sein