Vor zehn Tagen ist der FC Basel nach Marbella gereist, um sich in der andalusischen Sonne für mindestens 21 im Frühling anstehende Pflichtspiele (Super League, Champions League, Cup) vorzubereiten. Heute kehrt der Basler Tross zurück in die Heimat, vor ihm liegen aber nur noch 19 Partien. Grund dafür ist der Entscheid der Schweizer Fussballliga, Xamax Neuenburg per sofort die Lizenz zu entziehen und vom Spielbetrieb im Profibereich auszuschliessen.

Frei nach der Champions-League

Aus sportlicher Sicht dürfte man beim FC Basel darüber nicht unglücklich sein: Am Wochenende nach dem kräfteraubenden Rückspiel im Champions-League-Achtelfinale in München (Dienstag, 13. März) müssen die Spieler nicht zum nächsten Auswärtsspiel in Neuenburg antreten. Stattdessen dürfen sie die Beine hochlagern und Kraft für den darauffolgenden Cupfight in Lausanne tanken.

Hingegen bedauert man beim Schweizer Meister die Spieler, Trainer und Fans des Neuenburger Traditionsklubs, welche durch die Entwicklung materiell und emotional betroffen sind. Ganz besonders, so der FC Basel in einer Medienmitteilung, fühle man mit den früheren Führungskräften von Xamax. Gemeint ist wohl Gilbert Facchinetti, der langjährige Klubvorsitzende und heutige Ehrenpräsident.

Vogel: «Grosses Kompliment an Spieler»

Bereits gestern teilte Stürmerstar Alex Frei im Interview mit der bz Facchinetti sein Mitgefühl mit. «Für ihn tut es mir besonders leid, dass er den Untergang seines Lebenswerkes mit ansehen muss», so Frei. So bedauerlich die Vorgänge am Neuenburgersee auch sind, der FCB muss den Fokus auf die eigenen Aufgaben legen. Der Grundstein für diese ist mit dem Abschluss des Trainingslagers gelegt.

Trainer Heiko Vogel zieht nach den zehn Tagen in Marbella ein positives Fazit: «Ich darf den Spielern ein grosses Kompliment aussprechen», so Vogel. Wie sie gearbeitet hätten, sei sensationell. «Ein Trainingslager kann nur so gut sein, wie es das Team zulässt – und das war hier hervorragend», so die abschliessenden Worte des Deutschen in Andalusien.