FC Basel

Der FC Basel gewinnt erst das vierte Testspiel – gegen den FC Winterthur

«Er ist noch etwas zu schüchtern», sagt Raphael Wicky über Samuele Campo (Bild), der gegen Winterthur erstmals auf seiner angestammten Position auflaufen durfte.

«Er ist noch etwas zu schüchtern», sagt Raphael Wicky über Samuele Campo (Bild), der gegen Winterthur erstmals auf seiner angestammten Position auflaufen durfte.

Der FC Basel holt im vierten Testspiel mit einem 1:0 über Winterthur den ersten Sieg. Erstmals traf auch ein Stürmer in dieser Vorbereitung.

Bei der zweitletzten Möglichkeit hat es der FC Basel geschafft: Er hat doch noch einen Sieg in einem Testspiel einfahren können. Reichte es im Trainingslager nur zu einem Remis und zwei Niederlagen, gelang den Baslern am Mittwochmittag ein 1:0 gegen den Challenge-Leaguisten aus Winterthur. «Ich bin sehr, sehr zufrieden», bilanzierte Raphael Wicky daher auch. «Es tut immer gut, zu gewinnen. Vor allem, wenn man dies zu Null tut», fügte der Trainer noch an.

Die Null hinten zu halten sei die Basis. Auch deshalb sei man in der Liga mit lediglich 16 Gegentreffern jenes Team mit der besten Defensive. Ein Fakt, der dem FCB-Coach wichtig ist. Insbesondere, weil sein Team in den Spielen in Marbella genau daran krankte. Sie schenkten dem Gegner Tore auf einfachste Weise. «Wir haben gut gearbeitet in Marbella, aber in den Spielen waren wir unkonzentriert und haben zu viele Eigenfehler produziert. Damit erschwerst du dir nur das Leben.»

Den Fokus wieder gefunden

So löchrig die Abwehr in den vergangenen drei Spielen war, so solide war sie heute. Die Winterthurer kamen zu keinem einzigen gefährlichen Abschluss. Zum einen, weil deren Qualität auf den letzten Metern nicht ausreichte, zum Anderen aber auch, «weil wir heute eben konzentriert und fokussiert waren», so Wicky.

 

Der FCB aber strahlte im ersten Durchgang auch noch nicht die ganz grosse Gefahr aus. Die Chancen, die er hatte, setzte er allesamt neben das Tor. Folgerichtig fiel der Treffer auch erst nach der Pause. Ricky van Wolfswinkel konnte als erster Stürmer in dieser Vorbereitung ein Tor erzielen. Nach einer guten Flanke vom zur Pause eingewechselten und lauthals empfangenen Valentin Stocker konnte der Holländer am zweiten Pfosten einschieben.

Campo noch «zu schüchtern»

Spielerisch war die Partie ansonsten kein Leckerbissen. Für Wicky aber war es eine gute Möglichkeit, noch einmal diverse Optionen zu testen. So liess er beispielsweise Samuele Campo erstmals auf seiner angestammten Position auf der Zehn laufen, nachdem er zuletzt drei Mal zurückversetzt auf der Sechs zum Einsatz gekommen war. Wicky zeigte sich zufrieden mit dem 22-Jährigen, sprach seine unübersehbare Qualität an. Er forderte aber auch: «Auf den letzten 30 Metern muss er noch etwas mutiger werden. Mal einen Risikopass oder einen Chippass spielen. Dafür sind Spieler wie er oder ein Matías Delgado auf der Zehn da und dafür haben wir ihn auch geholt.»

Kaiser rückt vorerst nach

Auch in der Dreierkette, auf welche er in der Pause mit der Einwechslung Taulant Xhakas umgestellt hatte, konnte er Erkenntnisse gewinnen. Xhaka agierte auf halb rechts, «weil er uns da in der Spielauslösung sehr gut helfen kann.» Neben Xhaka testete er noch Yves Kaiser im Zentrum der Dreierkette und war auch mit ihm zufrieden. Kaiser rückt Stand jetzt auf die Rückrunde hin von der U21 in die erste Mannschaft hoch, abschliessend eruiert wird am Ende der Vorbereitung. Doch auch wenn er den definitiven Schritt nach oben schaffen sollte, ist er nicht die erste Wahl, wenn Wicky mit drei Verteidigern spielen lässt.

Bis ein Ersatz für Akanji gefunden ist, präferiert der Coach in der Dreierkette den erfahreneren Xhaka. Vielleicht aber kann Wicky im nächsten Spiel am Samstag gegen Luzern bereits seinen neuen Innenverteidiger testen. Fix ist noch nichts, mit dem uruguayischen U20-Nationalspieler Guillermo Padula geistert aber seit Tagen ein Name durch die Stadt.

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