FCB-Zahl der Woche
Der FC Basel hatte gegen Thun ein völlig neues Problem

Es lag an der Ungenauigkeit, dass der FC Basel sein Heimspiel gegen Thun nicht gewann. Ein Blick in die Statistik zeigt, dass der FCB normalerweise zu den besten Teams der Liga zählt.

Jakob Weber
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Viel Ballbesitz, aber keine Tore: Orges Bunjaku und der FCB hatten am Samstag ein ungewohntes Problem.

Viel Ballbesitz, aber keine Tore: Orges Bunjaku und der FCB hatten am Samstag ein ungewohntes Problem.

Keystone

Der Thuner Sieg im Joggeli war glücklich. Daraus machte nach dem Abpfiff niemand einen Hehl. Nicht die Spieler und auch nicht die beiden Trainer. Der FCB dominierte das Geschehen, spielte gleich sieben gute Torchancen heraus und liess bis auf den einen Thuner Konter auch defensiv kaum etwas zu. «In Spielen, wo der Gegner hinten drinsteht, ist Genauigkeit das Entscheidende», sagte FCB-Trainer Marcel Koller nach dem Spiel. Und weil der FCB rund um den gegnerischen Strafraum ungenau spielte und Thun seine einzige Torchance zum entscheidenden 1:0 verwandelte, stand Rotblau am Ende bedröppelt als Verlierer da.

Der Blick in die Statistik zeigt, dass dieses Produktivitäts-Problem beim FCB neu ist. Gegen den FC Thun fand keiner der 23 Schüsse und keine der sieben Grosschancen den Weg ins Tor. Doch über die gesamte Saison gesehen ist keine Mannschaft kaltschnäuziger als der FCB. Im Durchschnitt reichen Rotblau 6,6 Schüsse und 2,7 Chancen, um einen Treffer zu erzielen. Diese beiden Zahlen sind aktuell Bestwert in der Schweizer Super League.

Auch in der Produktivitäts-Tabelle liegt der FCB ziemlich weit vorne auf Rang 2. Durchschnittlich 22,9 Minuten Ballbesitz braucht Basel, um ein Tor zu erzielen. Nur St. Gallen macht noch mehr aus seinen Spielanteilen und kein Team ist bei eigenem Ballbesitz weniger produktiv als Thun. Doch diese Statistik wurde am Samstag offenbar komplett auf den Kopf gestellt.