FCB-Transfer
Der FC Basel holt Léo Lacroix: der Akanji-Nachfolger wird am Mittwoch in Basel erwartet

Der FC Basel hat seinen Ersatz für den nach Dortmund abgewanderten Manuel Akanji gefunden: Léo Lacroix. Der Nati-Verteidiger wird am Mittwoch seinen Vertrag unterschreiben und vorerst leihweise bis im Sommer die Basler defensive verstärken.

Céline Feller
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Léo Lacroix wird der Nachfolger von Manuel Akanjis beim FC Basel.

Léo Lacroix wird der Nachfolger von Manuel Akanjis beim FC Basel.

Keystone

Der Fussball ist ein schnelllebiges Geschäft. Wie sehr, das demonstriert der jüngste Transfer des FC Basel. Wurde eine Verpflichtung von Léo Lacroix von FCB-Sportchef Marco Streller im Trainingslager in Marbella vor knapp zwei Wochen noch definitiv dementiert, hat sich nun die ganze Angelegenheit um 180 Grad gedreht.

Lacroix wird am Mittwoch in Basel erwartet, wo er die medizinischen Checks absolvieren und die Unterschrift unter sein Arbeitspapier setzen wird.

Lacroix, der seit Sommer 2016 bei der AS Saint-Etienne (ASSE) in der Ligue 1 unter Vertrag steht, wird bis im Juni 2018 an den FCB ausgeliehen. Die Basler besitzen aber eine Kaufoption über 3 Millionen Euro, mit der sie den Nati-Spieler (sechs Aufgebote, null Einsätze) definitiv übernehmen könnten.

Dies berichten französische Medien übereinstimmend. Damit bekommen die Basler ihren Wunschspieler unter Wunsch-Modalitäten. Streller betonte immer wieder, dass zur Überbrückung bis im Sommer eine Leihe angestrebt werde. Dass Lacroixs Transfer doch noch zustande kommt, war lange alles andere als absehbar. Die ASSE blockierte anfangs die Verhandlungen.

Gerne zum Schweizer Meister

Erst am Dienstag soll zwischen den beiden Vereinen eine Einigung erzielt worden sein. Die Realisation dieser dürfte vor allem an Neven Subotic liegen. Dieser musste in Dortmund einem gewissem Manuel Akanji Platz machen und entschied sich vor fünf Tagen für einen Wechsel zur AS Saint-Etienne.

Mit Subotics Zuzug wurde ein Lacroix-Abschied immer realistischer- auch wenn der 25-Jährige nach einem harzigen Saisonstart zuletzt wieder öfters zum Einsatz gekommen war. Dennoch signalisierte vor allem der Spieler schon länger, dass er gerne zum Schweizer Meister stossen würde.

Schon 2015 Eindruck gemacht

Dort schliesst er die Lücke und gleichzeitig einen Kreis, ersetzt er doch bei den Baslern Akanji, der vor zwei Wochen beim BVB unterschrieben hat. Eindruck dürfte Lacroix bei den Verantwortlichen des FCB und vor allem bei Streller im Cupfinal 2015 hinterlassen haben. Damals noch bei seinem Jugendverein Sion unter Vertrag, nahm er Streller komplett aus dem Spiel.

Der heutige Sportchef sagt selber, dass er wohl nie so ein schlechtes Spiel habe zeigen können. Die Sittener gewannen damals 3:0. Auch, weil an Neo-Basler Lacroix hinten kein Vorbeikommen war.