FCB-Zahl der Woche

Der FC Basel setzt auf Einheimische statt Legionäre und hat damit Erfolg

Beim FC Basel noch ein seltenes Bild: Arthur Cabral trifft im 8. Liga-Spiel als erster Ausländer überhaupt in dieser Super-League-Saison für den FCB.

Beim FC Basel noch ein seltenes Bild: Arthur Cabral trifft im 8. Liga-Spiel als erster Ausländer überhaupt in dieser Super-League-Saison für den FCB.

Nur 27,5% der bisher gespielten Minuten in dieser Super-League-Saison gehen beim FC Basel auf das Konto seiner Legionäre. Den Löwenanteil der Spielzeit stemmen beim Leader im ersten Saison-Viertel die Spieler mit Schweizer Pass. Mit dem FC Thun setzt nur ein Verein noch weniger auf seine Legionäre.

Was haben die Herren Nikolic, Dimitriou, Alderete, Riveros, Petretta, Bergström, Ramires, Zhegrova, van Wolfswinkel, Pululu und Cabral gemeinsam? Diese elf FCB-Spieler – und der inzwischen abgewanderte Éder Balanta – sind die einzigen Akteure im Kader der Saison 2019/20, die keinen Schweizer Pass besitzen. Mit seiner elfköpfigen Legionärstruppe befindet sich der FC Basel im Liga-Quervergleich im Mittelfeld. Was jedoch überrascht: Obwohl die Liste der ausländischen Spieler beim FCB einige illustre Namen umfasst, gewährt Trainer Marcel Koller seinen Legionären schweizweit in den ersten acht Meisterschaftsrunden am zweitwenigsten Spielzeit.

Gerade mal 27,5 Prozent der insgesamt gespielten 7920 Minuten entfallen beim FCB auf Spieler, die weder Schweizer noch Doppelbürger sind. Nur Thun setzt mit einem Anteil von lediglich 13,8 Prozent noch weniger auf Legionäre.


Der FCB kann auf seine Schweizer zählen. Bisher wurden in der Meisterschaft 19 von 21 Toren durch Spieler mit Schweizer Pass erzielt. Edon Zhegrova und Arthur Cabral waren mit ihren Debüt-Toren beim 4:0 gegen den FCZ am Mittwochabend die ersten ausländischen FCB-Torschützen in dieser Super-League-Saison. Dass Basel nach über zwei Jahren wieder die Tabellenführung übernommen hat und jetzt durch die Patzer von Sion und YB sogar auf drei Punkte davongezogen ist, liegt also auch an Schweizer Power.


Ob die Rolle der Legionäre ein Indikator für Erfolg in der Liga sein kann, wird sich zeigen, sobald sich die Leistungsträger der Teams endgültig herauskristallisieren. Beim FCB ist davon auszugehen, dass sich die Statistik noch zugunsten der ausländischen Spieler verschieben wird. Denn mit Cabral, Ramires und Bergström hat sich Marcel Koller nach Saisonstart drei Legionäre ins Boot geholt, die hungrig auf Einsatzminuten sind.

Der FC Luzern reist ohne Schweizer Torschützen an

Am Sonntag trifft der FCB zu Hause auf Luzern. Die Innerschweizer sind aktuell das Team mit dem grössten Legionärsanteil an der Gesamtspielzeit. Nur eines der sechs Ligatore des FCL hat mit Christian Schneuwly ein Schweizer erzielt. Doch der steht seit Ende Juli nicht mehr im FCL-Kader. Böse Zungen könnten jetzt behaupten, die Trennung habe mit Schneuwlys Nationalität zu tun. Doch dem ist natürlich nicht so. Vielmehr führten unterschiedliche Vorstellungen für die Zukunft zum Abgang des einstigen Captains. Das führt aber auch dazu, dass Luzern nun ohne Schweizer Torschützen nach Basel reist.

Die Werte aller Teams im Detail:

Verein Anteil der eingesetzten Ausländer
Luzern 60,2 Prozent
Zürich 55,8 Prozent
Sion 55 Prozent
Servette 51,4 Prozent
St. Gallen 48,9 Prozent
Lugano 41,5 Prozent
YB 33,4 Prozent
Xamax 28,1 Prozent
Basel 27,5 Prozent
Thun 13,8 Prozent

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