Der Basler Trainer hätte wohl ein anderes Fazit gezogen, wenn seine Equipe als Sieger vom Feld gegangen wäre. Das wäre durchaus möglich gewesen, denn der Ausgleich für die Berner durch Henry Acosta fiel erst in der 92. Minute und war erst noch ein Kontertor. „Wir hätten vorher das 0:2 erzielen sollen, waren aber zu wenig präzise – und wohl auch zu wenig erfahren“, erklärte Ceccaroni.

Möglichkeiten, einen höheren Vorsprung herauszuspielen, hatten die Gäste einige. Doch lediglich Afimico Pululu traf ins Könizer Tor. Der Franzose angolanisch-kongolesischer Abstammung behielt nach schönem Steilpass von Berkay Sülüngöz allein vor Goalie Kelion Ruiz die Nerven (51.).

Allerdings hatten auch die Könizer ihre Chancen auf ein besseres Resultat: Ex-FCB-Junior Altin Osmani traf kurz vor dem Seitenwechsel die Latte und Ermin Gigics Freistoss in der 58. Minute fand unter der Basler Mauer den Weg ins Tor. Doch Schiedsrichter Nenad Skalonja hatte den Ball noch nicht freigegeben und annullierte den Treffer, was beim Heimteam die Emotionen überborden liess. Am (korrekten) Entscheid änderten die tumultartigen Szenen auf der Bank des FCK natürlich nichts.

Mit dem Saisonabschluss endete auch die Zeit Massimo Ceccaronis auf dem Trainerstuhl der Basler U21. Er hatte die Mannschaft im Oktober 2015 an letzter Stelle übernommen und dank einer starken Rückrunde auf Rang 4 geführt. „Es war eine tolle Leistung des ganzen Teams. Alle haben zu jedem Zeitpunkt probiert, das Maximum zu geben“, meinte er rückblickend. Ceccaroni wird sich ab Sommer wieder voll auf seine Hauptaufgabe als FCB-Nachwuchschef konzentrieren, sein Nachfolger ist Raphaël Wicky (bisher FCB U18).