Europa League

Der FC Basel verkauft sich in Krasnodar gut, verliert aber mit 0:1

Der FC Basel verliert ein intensives Spiel in Krasnodar mit 0:1. Die Mannschaft von Marcel Koller wird für einen couragierten Auftritt schlecht belohnt, ist insbesondere in der zweiten Halbzeit mindestens ebenbürtig. Am Ende genügt aber eine unüberlegte Aktion Alderetes, die einen Penalty für die Russen zur Folge hatte, zur Niederlage.

Das Spiel: Basels Konzept geht lange auf

Marcel Koller und sein FCB wollten Punkte. Das zeigte sich schon an der FCB-Startelf. Nur äusserst bedacht rotierte Koller vor dem sportlich eher unwichtigen Gruppenspiel, in dem es nicht mehr um die Qiualifikation zur K.o-Phase ging, obwohl der Spitzenkampf mit YB am Sonntag wartet.

Und auch Kollers Spieler nahmen die Partie in Russland ernst. Der FCB spielt diszipliniert, verkauft sich lange gut und verfolgt ein klares Konzept: Die Russen machen lassen, selbst kompakt bleiben und auf die eigenen Chancen lauern.

Nachdem die Koller-Elf in der ersten Halbzeit offensiv kaum stattfindet, traut sie sich im zweiten Durchgang etwas mehr zu: Frei kommt kurz nach dem Seitenwechsel zur ersten guten FCB-Chance, trifft den Ball aber nicht wunschgemäss.

Lange scheint es, als könnte der FCB das Spieldiktat übernehmen, doch dann kommt die 71. Minute: Omar Alderete grätscht Krasnodar-Stürmer Ari ohne Not im eigenen Strafraum um. Penalty. Der Gefoulte läuft gleich selbst an und trifft. Es ist erst die zweite Chance für die Russen, in der 1. Halbzeit hatte Silvan Widmer gegen Wanderson einmal auf der Linie klären müssen (31.).

Der FCB findet auf den Treffer in einer hitzigen Schlussphase keine Antwort mehr, wobei Pululu per Kopf in der Nachspielzeit nur um Zentimeter den Ausgleich verpasst.

Der Beste: Eray Cömert

Kurzes Stirnrunzeln beim Blick aufs Matchblatt vor der Partie. Eray Cömert taucht dort zwar auf - nicht aber in der Innenverteidigung. Der Neo-Nationalspieler ersetzt den gesperrten Taulant Xhaka auf der Sechs. Cömert löst die ungewohnte Aufgabe ansprechend, übernimmt immer wieder auch im Spielaufbau die Initiative. Und Zweikämpfe beherrscht er sowieso. Die Variante mit Cömert im defensiven Mittelfeld - sie könnte für die Zukunft durchaus eine Möglichkeit sein.

Das gab zu reden: Torschütze Ari fliegt vom Platz

Der Liebling der Mitgereisten Basler Fans war Ari zweifelsohne nicht. Schon vor seinem Siegtreffer vom Punkt erhitzte der bullige Stürmer mit seiner kompromisslosen Spielweise die Gemüter. Nachdem er sich beim Bejubeln des Treffers das Trikot auszog, wurde er verwarnt. Eine Schelle gegen Alderete in der Nachspielzeit brachte das Fass dann zum Überlaufen: Gelbrot! So verpasst Ari den "Final" gegen Getafe um den K.o-Platz. Damit ist der 33-Jährige sowohl Matchwinner als auch tragische Figur der Begegnung.

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