FC Basel
Der FC Basel will zu neuen Höhenflügen ansetzen

Urs Fischer erhofft sich vom Europa League-Heimspiel gegen den FC Sevilla so einiges. Und dies durchaus berechtigt, beachtet man die Auswärtsschwäche des Gegners.

Sebastian Wendel
Merken
Drucken
Teilen
Gutes Omen? Der FCB steht zum vierten Mal in einem Europa-League-Achtelfinal (früher Uefa-Cup). Und setzt sich die Serie aus der Vergangenheit fort, wird sich Rot-Blau gegen Sevilla für die Viertelfinals qualifizieren. Denn: Bisher ist der FCB noch nie in einem Europa-League-Achtelfinal ausgeschieden. Er setzte sich gegen Monaco (2006), St. Petersburg (2013) und Salzburg (2014) durch.
4 Bilder
Letzte News vor FCB - Sevilla
Besitzverhältnisse geklärt Vor vier Tagen machte die «Schweiz am Sonntag» publik, dass Präsident Bernhard Heusler einen Teil seiner FCB-Aktien verkauft hat. Nun ist klar, an wen. Neu sind die Aktien der FCB Holding AG folgendermassen verteilt: Bernhard Heusler (44,2 Prozent); Sportdirektor Georg Heitz (25 Prozent); Vizepräsident Adrian Knup (10 Prozent); Verwaltungsrat René Kamm (5 Prozent); Verwaltungsrat Stephan Werthmüller (5 Prozent); weitere Aktionäre (10,8 Prozent).
Bjarnason fit, Embolo gesperrt Wie von der «Nordwestschweiz» angekündigt, steht Birkir Bjarnason dem FCB wieder zur Verfügung. Dies nur zwei Wochen nach seinem Mittelhandbruch. Fehlen werden den Baslern der gesperrte Embolo, der nicht spielberechtigte Aliji sowie die verletzten Akanji, Boetius und Sporar.

Gutes Omen? Der FCB steht zum vierten Mal in einem Europa-League-Achtelfinal (früher Uefa-Cup). Und setzt sich die Serie aus der Vergangenheit fort, wird sich Rot-Blau gegen Sevilla für die Viertelfinals qualifizieren. Denn: Bisher ist der FCB noch nie in einem Europa-League-Achtelfinal ausgeschieden. Er setzte sich gegen Monaco (2006), St. Petersburg (2013) und Salzburg (2014) durch.

Keystone

Träumen ist erlaubt. Immer. So auch, dass sie beim FC Basel ans Weiterkommen gegen Titelverteidiger und Europa-League-Rekordhalter FC Sevilla denken. Aber so abwegig ist es gar nicht, was sich FCB-Trainer Urs Fischer für das Achtelfinal-Hinspiel gegen den FC Sevilla wünscht: «Ein gutes Resultat. Das heisst, dass wir mindestens ein Tor schiessen und keines bekommen.» Am meisten für die Erfüllung von Fischers Wunsch spricht natürlich die Auswärtsschwäche des Gegners: Sevilla hat in dieser Saison im Europacup jedes Spiel ausserhalb der Heimat verloren. In der Liga reichte es auswärts ebenfalls nie zu einem Sieg. Kommt dazu, dass der FCB zuletzt vor drei Jahren ein Heimspiel in der K.-o-Phase verlor. Fischer: «Wir wollen dafür sorgen, dass unsere Chancen auf das Weiterkommen im Rückspiel intakt sind.»

Urs Fischer, Trainer FC Basel «Wenn man es seinerseits schafft, sie früh im Spielaufbau unter Druck zu setzen, dann neigen sie zu Fehlern.»

Urs Fischer, Trainer FC Basel «Wenn man es seinerseits schafft, sie früh im Spielaufbau unter Druck zu setzen, dann neigen sie zu Fehlern.»

Keystone

Im Gegensatz zum Sechzehntelfinal gegen Saint-Étienne, in dem ein Weiterkommen fast schon erwartet wurde, kann Rot-Blau gegen Sevilla befreit aufspielen. Wir erinnern uns: Mit der gleichen Ausgangslage hat der FCB in den vergangenen Jahren zu seinen Höhenflügen angesetzt. Auch 2016?

Gemach, gemach. Fischer spricht zwar ohne falsche Bescheidenheit davon, gegen Sevilla das Weiterkommen anzupeilen. Doch weiss er, dass in Hin- und Rückspiel praktisch alles stimmen muss, damit die Überraschung gelingt. Denn da kommt einiges zu auf den FCB: Ballbesitz, Kontern, Physis, Variabilität – die Andalusier beherrschen alle Facetten des Spiels. Ein Verdienst ihres Trainers Unai Emery, der gemäss Beobachtern wie ein Besessener arbeitet, um nichts dem Zufall zu überlassen. Was Urs Fischer vor allem imponiert: «Einmal im Rausch, können sie einen Druck erzeugen, bei dem man aufpassen muss, dass man nicht erdrückt wird.»

Doch Fischer, der Sevilla vergangene Woche beim Heimspiel gegen Eibar persönlich beobachtete, machte beim schier übermächtigen Gegner Schwächen aus. Zum Beispiel: «Wenn man es seinerseits schafft, sie früh im Spielaufbau unter Druck zu setzen, dann neigen sie zu Fehlern.»