Die bisherige Saison 2015/16 war für den Basler Quartierverein eine Art „Stäggeli uff, Stäggeli ab“ gewesen. Auf Heimsiegen folgten meist Auswärtsniederlagen, so dass der vor der Spielzeit als Gruppenfavorit gehandelte Traditionsklub nie richtig in die Gänge gekommen ist.

Sicher, auch im Frühling 2016 gingen die Auswärtspartien in Münsingen, beim Leader, sowie in Zug (allerdings unverdient und unglücklich in der Nachspielzeit) mit 1:2 respektive 0:1 verloren. Doch nun hat die Elf von Trainer Andy Fimian ein starkes Zeichen gesetzt.

Und in Solothurn, gegen eine ambitionierte und heimstarke Equipe, eine starke Duftmarke hinterlassen, die beweist, dass der FC Black Stars mit einem fulminanten Endspurt gewiss den 3. Rang erreichen kann. Was für die Barragespiele zur League Promotion reichen würde…

Beide Mannschaften neutralisierten sich in den ersten 30 Minuten. Der gegenseitige Respekt war vorhanden, denn die letzten Erfolge der Gäste mahnten die Platzherren zu noch mehr Vorsicht. Symptomatisch, dass das 0:1 auf eine Standardsituation fiel.

Einen Eckball von Mittelfeld-Stratege Seyfettin Kalayci konnte der völlig freistehende Branislav Micic einköpfeln. Und damit stand der von ex-GC- und Nationaltrainer Hans-Peter „Bidu“ Zaugg trainierte FC Solothurn unter Zugzwang.

Der "reformierte" FC Black Stars

Solothurn musste nun (offensiver) agieren, Black Stars konnte aus einer sicheren, sehr stabilen Defensive kontern. Klare Tormöglichkeiten erspielten sich der FCS nicht. Vielmehr waren es die Basler, die „zu Goalchancen in Minutentakt kamen“, wie Black-Stars-Sportchef vermeldete.

Und schier verzweifelte, dass die Siegsicherung nicht fallen wollte. Der umtriebige „Mann für fast alles“ beim FCBS wurde dann doch noch erlöst, als Mickaël Rodriguez mit einem mustergültig vorgetragenen Konterangriff das zweite Basler Tor gelang.

Und damit bewies der 36-jährige Franzose, dass er in jedem Spiel für ein Goal gut genug ist und weiterhin 50 Prozent der Treffer erzielt.

Trainer Fimian ist es gelungen, eine Art „Gala-Elf“ zu finden. Nach dem eindrücklichen 4:2-Heimsieg gegen Schötz vor Wochenfrist begann – getreu nach dem Motto „never change a winning team“ – die gleiche Anfangself. Und auch die drei Wechsel waren analog den Auswechslungen vor acht Tagen.

Ein sicherer Torhüter, eine homogene Abwehrreihe, lauf- und spielstarke Mittelfeld-Akteure, die sich ergänzen sowie als Spitze das „Tormonster“ – so präsentiert sich der „reformierte“ FC Black Stars. Und wenn die restlichen sechs Meisterschaftsspiele das Punktemaximum bringen, so dürfte die anfangs turbulente Spielzeit 2016/17 noch nicht beendet sein…

FC Solothurn – FC Black Stars Basel 0:2 (0:1)

Stadion. – 350 Zuschauer. – SR: Gianforte. – Tore: 36. Micic 0:1. 73. Rodriguez 0:2.

Solothurn: Wagner; Disler, Hasanovic, Grosjean, Du Buisson; Kohler, Nastoski (63. Asani), Selmanaj (63. Fleury), Hunziker; Veronica, Stauffer (72. Osaj).

Black Stars: Oberle; Mumenthaler, Micic (92. Muelle), Silva Farinha, Infantino; Muslija; Chételat (71. Acar), Binaku, Kalayci, Hengel; Rodriguez (80. Kassem).

Bemerkungen: Solothurn ohne Duah (verletzt). – Black Stars ohne Bakovic, Fazio, Friedli, Gashi, Nimeley, Troller und Weber (alle verletzt). – Verwarnungen: 46. Selmanaj (Foul) und 67. Binaku (Foul).