Andy Fimian ist ein Mann, der Klartext spricht. „Wir haben nicht einen Punkt gewonnen, sondern fahrlässig zwei Zähler verschenkt. Dieses Spiel hätten wir, ohne Wenn und Aber, gewinnen müssen“, so der frühere Nationalliga-Vollblutstürmer. Es war ein Mix aus Ärger und Frust, denn ein Blick auf die Tabelle zeigt, dass sich die Wangener, trotz einer bis dato superben Rückrunde, weiterhin nach hinten orientieren müssen. Vier Punkte Vorsprung auf einen Relegationsplatz „sind keine Garantie. Mit einem Dreier hätten wir halt Unter­schlupf im Mittelfeld gefunden“, ergänzte Fimian. 

Das alte Klagelied

Man könnte nun anfügen, dass Fimian zu seiner „Blägg“-Zeit oft monierte, Spiel und Geg­ner dominiert zu haben, am Schluss aber für den Aufwand nicht belohnt worden zu sein. Aber am Samstagnachmittag war der Gastgeber mit Sicherheit die aktivere Mannschaft, welche die Partie prägte, sich mehr Einschussmöglichkeiten erspielte und dem Gast vom Rheinknie auch spielerisch überlegen war.

Den „Schwarz-Sternen“ ist aber zugute zu halten, dass sie  Charakter, Einsatzwillen und Kampfgeist offenbarten. In Anbetracht von gewichtigen Absenzen und einer „Kaderbereini­gung“ (bz Basel berichtete exklusiv, dass Fazio und Kovacevic von Sportchef Peter Faé per sofort suspendiert wurden), zeigte Black eine solidarische Teamleistung. Sicher kam „Blägg“ entgegen, dass Florian Hengel nur 40 Sekunden nach dem Rückstand umgehend ausgleichen konnte. Und nach dem 2:1 durch Dragen Gyorgiev (dieser und Patrik Gjidoda hatten bereits vor einer Woche beim 3:0-Erfolg in Buochs die Wangener Treffer erzielt) hatte der Gast aus Basel viel Glück, dass es beim Eintore-Rückstand blieb. „In dieser Pha­se hätten wir den Sack zumachen müssen. Ein 3:1 wäre die Entscheidung gewesen“, erei­ferte sich Trainer Fimian zurecht.

Ausgleich durch den Joker

Aber es war Einwechselspieler Ileyes Meslem, welcher in der Winterpause vom Grenzklub FC St. Louis-Neuwegg auf den Buschwilerhof gekommen war, der mit einem satten Schuss, der via Innenpfosten ins Netz ging, den unerwarteten Ausgleich schaffte. Den letzten Charaktertest bestand Black Stars in der Endviertelstunde, als die Basler nach dem berechtigten Platzverweis gegen Ermin Alic den letzten Ansturm der Solothurner standhiel­ten und einen glücklichen, hart erkämpften Punkt ans Rheinknie mitnahmen.

Der doppelte Punkteverlust können die Black Stars gut verkraften. In den letzten fünf Run­den kann der Quartierverein noch viermal zuhause antreten. Und am nächsten Samstag gastiert mit dem FC Münsingen der Drittklassierte auf dem „Buschwilerhof“. Es ist die aller­letzte (eher mathematische) Chance, nochmals den Kampf um Rang 3 (Rangierung für die Barragespiele um die Promotion) „spannender“ zu machen.