1. Liga

Der FC Black Stars schafft beim Spitzenklub Buochs ein 1:1-Remis

Basel Black Stars Seyfettin Kalayci im Zweikampfduell.

Basel Black Stars Seyfettin Kalayci im Zweikampfduell.

Erst in der Nachspielzeit kamen die Gastgeber zum glücklichen Ausgleich, nachdem vorgängig Black-Stars-Trainer Samir Tabakovic des Platzes verwiesen worden war. Seyfettin Kalayci hatte die Basler mit einem Traumtor in Führung gebracht.

Vor Anpfiff waren die Rollen verteilt. Auf der einen Seite die Platzherren, welche in den zwei letzten Partien die Aufsteiger Kickers Luzern (5:0) und Langenthal (4:1, auswärts) förmlich «weggewischt» hatten. Eine Equipe, die mit 21 Toren, nach dem GC-Nachwuchs, am zweitmeisten Treffer erzielt hatte und gerade in Heimspielen bedingungslos angreift.

Auf der anderen Seite die Gäste aus Basel. Vor einer Woche zuhause beim 0:1 gegen Zug 94 wenig inspiriert und in der noch jungen Saison auf einer Berg-und-Talfahrt, wobei Rang 11 und 0,8 Punkte pro Match nicht den Vorstellungen der Klubverantwortlichen entspre­chen.

«Blägg» mehr als ebenbürtig

Nach Abpfiff musste man konstatieren, dass Buochs zwar nicht gänzlich inferior, aber ga­rantiert weniger Substanz verfügt. Es war nicht so, dass die «Schwarz-Sterne» nun Cham­pagner-Fussball zelebrierten.

Aber sie hielten mehr als dagegen, liessen keine einzige Tor­chance der Innerschweizer zu. Und weil Kalayci unverhofft aus 25 Metern abzog und ins hohe Eck traf, führte der FCBS nach 80 Minuten mit 1:0. Es wäre ein verdienter, harterkämpfter, solidarischer Arbeitssieg gewesen.

Im Fussball gibt es die Nachspielzeit. Jene Minuten, die schon vieles auf den Kopf gestellt haben. Im beschaulichen Buochs führte die dritte Minute nur zum Ausgleich, weil der auf­gerückte Innenverteidiger Michael Diethelm den Ball „irgendwie“ über die Linie stocherte. Vorgängig hatte der SCB, eher verzweifelt und brachial, versucht, auf das Gegentor zu re­agieren.

Platzverweis und Ausgleichstor

Eine Schlüsselszene war sicher die 92. Minute, als Gasttrainer Samir Tabakovic den Ref aufforderte, den Match endlich zu beenden. Moralisch verständlich, rational verblieben noch einige Sekunden.

Und weil es zum heftigen Disput kam, durfte der ex-FCB-Trainer den letzten, fatalen Angriff von einer «erhöhten Position» (gemeint ist die Tribüne) verfol­gen. Es war jener lange Ball, der von Diethelm verwertet wurde und dem Gast zwei Punkte kostete. Damit war der Nachmittag des Samir Tabakovic endgültig verdorben.

Nächste Partie ist der Vergleich mit dem Tabellenletzten Kickers Luzern, der es geschafft hat, nach acht Runden bei einem 1:26-Torverhältnis (!) immerhin drei Zähler auf seiner Ha­benseite zu haben. Anfangs September gewann der Neuling gegen Zug mit 1:0; ansons­ten fasst der inferiore Aufsteiger eine Kanterniederlage nach der anderen ein.

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