Es hat sich einiges getan in den letzten Monaten beim FC Concordia. Das Team, das in der 2. Liga regional nur knapp über dem Strich überwinterte, wurde auf die Rückrunde hin runderneuert. 14 Spieler mussten gehen, zehn neue kamen. Der Schnitt verfehlte seine Wirkung nicht: «Congeli» entfernte sich schnell von den Abstiegsplätzen und sammelte in der zweiten Saisonhälfte die drittmeisten Punkte – nur das Spitzenduo Reinach und Old Boys II war in dieser Beziehung besser. 

«Es ist wirklich sehr gut gelaufen in den letzten Monaten», freut sich Anil Kumar, der seit der Winterpause beim Basler Traditionsverein an der Linie steht. Die beiden Hauptziele – die Abstiegsregion zu verlassen und aus den vielen Neuzugängen eine funktionierende Einheit zu bilden – wurden überraschend schnell erreicht. Das Projekt, den Club mittelfristig wieder in die 1. Liga zu bringen, ist also prima in die Gänge gekommen. «Was jetzt noch folgt, ist das Supplément», sagt der Trainer. 

«Es ist wirklich sehr gut gelaufen in den letzten Monaten.»

Anil Kumar, Trainer FC Concordia

«Es ist wirklich sehr gut gelaufen in den letzten Monaten.»

Besagtes Supplément ist die Finalteilnahme am Basler Cup und spukt bereits seit Anfang Mai, als man den Halbfinal gegen Bubendorf gewann, in den Köpfen der Spieler rum. «In den letzten Meisterschaftswochen ging es bei uns ja nicht wirklich um etwas. Die gewohnte Spannung war nicht immer vorhanden», gibt Kumar zu. Die Resultate stimmten aber trotzdem, zum Abschluss gab es beispielsweise einen 6:3-Erfolg beim FC Dardania, obwohl zahlreiche Stammkräfte geschont wurden. 

Wenn es am Samstag in Aesch zum Duell mit dem FC Reinach kommt (16 Uhr, Löhrenacker), wird der FC Concordia aber in Bestbesetzung antreten. «Alle Spieler sind topfit und brennen darauf, wieder positive Schlagzeilen für unseren Verein, der sich in den letzten Jahren in einer Baisse befand, zu schreiben», erklärt der Cheftrainer und findet selbst auch: «Den Pokal in die Höhe zu stemmen, wäre genial!» Der 39-Jährige ist ein wenig überrascht, wie konzentriert seine Equipe auf den Final hinarbeitet. «Ich habe noch nie erlebt, dass ein Team so einheitlich in die gleiche Richtung mitzieht!»

Anil Kumar steht seit der Winterpause beim Basler Traditionsverein an der Linie.

Anil Kumar steht seit der Winterpause beim Basler Traditionsverein an der Linie.

Die Favoritenrolle im Final gehört aber dem regionalen 2.-Liga-Meister. «Der FC Reinach hat eine überragende Saison gezeigt. Ich habe grössten Respekt davor, was in diesem Verein geleistet wird», meint Anil Kumar, der mit dem Part des Underdogs keine Probleme hat. Denn bei Concordia sind spätestens seit dem 7. Mai alle überzeugt davon, die Cup-Trophäe gewinnen zu können.

Die geistige Frische

An besagtem Datum trafen die beiden Finalisten nämlich in der Meisterschaft aufeinander und trennten sich 0:0. «Wir waren bis zum Platzverweis (Gürkan Kuyuçoglu, die Red.) die bessere Mannschaft», erinnert sich Kumar und misst dem Match eine zentrale Bedeutung zu: «Diese überzeugende Vorstellung war sehr wichtig für unsere Köpfe.»

Der «Congeli»-Trainer war bereits im Vorjahr mit dem «Zwei» des BSC Old Boys im Basler Cupfinal und hat aus der 2:4-Niederlage gegen den FC Bubendorf «ein paar kleine Dinge gelernt», wie er verrät. «Die wichtigsten Faktoren im Endspiel sind Fitness, Selbstvertrauen und die geistige Frische.»

Vor allem letztere sollte bei den Baslern vorhanden sein, denn während Reinach bis zur vorletzten Meisterschaftsrunde, als der Aufstieg in die 2. Liga interregional definitiv geschafft wurde, in jedem Match ans Limit gehen musste, konnte Concordia die Intensität etwas abflachen lassen. Ein (entscheidender) Vorteil fürs Endspiel? «Das werden wir sehen, wenn der Schiedsrichter die Partie beendet hat», schmunzelt Anil Kumar.