Oberdorfs Trainer Mario De Meo will von einem Spiel der letzten Chance jedoch nichts wissen: «Für uns war das nie eine solche Ausgangslage. Wir haben abgemacht, dass wir die Rangliste nicht mehr ansehen, sondern Spiel für Spiel nehmen und einfach nur noch Fussball spielen wollen.» Wenn man Bilanz der drei letzten Partien zieht, so muss es fast so sein. Nach den Erfolgen gegen Laufen und Amicitia ging Oberdorf nun auch gegen Oberwil als Sieger vom Platz und dies hochverdient und mit starker Leistung.

Oberwil startete besser – es nützte nichts

Dabei begann das Spiel eigentlich so wie man es aufgrund eben der Tabellenkonstellation erwarten konnte. Oberwil machte den selbstbewussteren Eindruck und kam nach einer Viertelstunde durch Raphael Müller mit zwei wuchtigen Kopfbällen zu guten Möglichkeiten in Führung zu gehen. «Ich weiss nicht, ob wir nach einem 0:1 so zurückgekommen wären», unterstreicht De Meo die Bedeutung, dass man in jenen Szenen ungeschoren davon kam. Zu diesem Zeitpunkte ahnte keiner auf dem Platz, dass es die beiden einzigen Torchancen der Gäste bleiben sollten. Der Abschlussstarke Manuel Vischer (11 Saisontore) hatte keine einzige Torchance. Ab etwa einer halben Stunde dominierte das Heimteam. Vor allem das Dreieck Azzato – Predojevic – Matic sorgte für Unruhe in der Defensive Oberwils. «Wir haben schlecht gespielt, Oberdorf gewann mehr Zweikämpfe und war immer um einen Schritt schneller als wir. Aber sie hatten auch das nötige Wettkampfglück», sagte Gästetrainer Franz Glaser enttäuscht. Er meinte damit den ersten Gegentreffer, als Bozo Predojevic das Spielgerät mit einem Distanzschuss in die linke obere Torecke zimmerte.

Frühe Vorentscheidung

Mit dem 2:0 wenige Minuten nach Beginn der zweiten Hälfte war die Partie dann bereits gelaufen. Zu sehr hatte das Heimteam die Partie im Griff und zu harmlos agierte Oberwil. «Das einzige, das nicht gut war, ist die Chancenauswertung», sprach De Meo jene Szenen ab der 74. Minute an. Oberwils Goalie Sascha Iten war auch deshalb bester Mann seines Teams, weil er sicher vier klarste Torchancen vereitelte. Und was meinen die Trainer zur neuen Ausgangslage im Abstiegskampf? «Wir haben ein schwieriges Restprogramm. Jetzt sind wir aber zurück und schauen, ob es noch reicht. Druck haben wir keinen, denn wir wollen einfach nur Fussball spielen», so das Rezept von De Meo. Skeptischer ist da schon Franz Glaser. «Wenn wir den Schalter nicht umlegen können, reicht es nicht.»

Tabelle:

1. NK Pajde 20/51
2. FC Reinach 20/44
3. FC Pratteln 20/43
4. FC Arlesheim 21/39
5. FC Aesch 20/35
6. FC Rheinfelden 21/32
7. BSC Old Boys 20/27
8. AS Timau Basel 20/24
9. FC Laufen 20/23
10. US Olympia 1963 20/21
11. FC Amicitia Riehen 20/19
12. FC Oberdorf 21/18
13. FC Gelterkinden 21/16
14. FC Oberwil 20/14

Matchtelegramm:

FC Oberdorf – FC Oberwil 2:0 (1:0)

Z‘Hof - 100 Zuschauer - SR: Duman

Tore: 37. Predojevic 1:0. 51. 2:0 Azzato

FC Oberdorf: Nikic; Simal Paulos, Henz, Afizi, Lukic; Costanzo, Chukwu, Predojevic (89. Hajdini), Savic; Matic (86. Pomes), Azzato (62. Milosevic).

FC Oberwil: Iten; Merz, Gallo, Zehnder, Widin; Zaugg, Müller, Adrian Schweizer (77. Saladin), Costeggioli; Vischer (66. Opprecht), Eichenberger (56. Meyer).

Bemerkungen: Oberdorf ohne Kuyucuoglu, Bernardo, Bufaj, Gentsch, Colovic, Trüeb, Palesko (alle verletzt). Verwarnungen: 13. Predojevic (Foul), 53. Matic (Unsportlichkeit), 76. Henz (Foul).