Der Mist ist geführt

Der FCB? – die englische Presse interessiert sich vielmehr für die gelbe Schleife von Pep Guardiola

Das Spiel gegen Basel scheint Pep Guardiola eher zu langweilen. Keystone

Das Spiel gegen Basel scheint Pep Guardiola eher zu langweilen. Keystone

Für die englische Presse ist der Mist nach dem 4:0 im Hinspiel geführt. Viel mehr als der FCB interessiert deswegen anderes: die Rüge für sein gelbes Band vom Verband zum Beispiel.

Das Einzige, was die Engländer in Bezug auf das heutige Spiel gegen den FC Basel wirklich interessiert, ist, ob Pep Guardiola seine besten Spieler schonen wird. «Wir müssen aufpassen, dass wir keine Fehler machen, fokussiert sein, das Spiel kontrollieren und schauen, dass wir durchkommen. Im Fussball kann vieles passieren. Eine rote Karte und alles sieht anders aus», weicht der Katalane aus. Aber Guardiola wird sein Team nicht komplett umstellen. Der eine oder andere Superstar wird eine Pause kriegen. Aber was heisst das schon? Auch die Bank von City ist mit Weltklasse-Spielern gespickt.

Prinzipiell ist es auch egal, wer spielen wird. Nach dem 4:0 im Joggeli geht es für das Team von Guardiola in erster Linie darum, «zu lernen», wie der Chef selbst sagt. Einen solchen Vorsprung zu verteidigen, clever zu sein, keine Konter zuzulassen, einfach zu spielen. «Wenn wir zaubern wollen, machen wir Fehler. Und wenn sie den Ball haben, kanns gefährlich werden. Denn der Ball ist immer schneller als wir», philosophiert der City-Coach.

Die gelbe Schlaufe

Mehr als das Spiel interessieren sich die Engländer für andere Dinge. Für die Rüge, die Guardiola vom englischen Verband erhielt wegen der gelben Schlaufe, die er stets trägt. Ein Zeichen der Solidarität mit den Inhaftierten in Barcelona, die aufgrund der Unabhängigkeitsbestrebungen der Katalanen im Gefängnis landeten. Ein politisches Symbol für den Verband. Ein Verstoss gegen das Reglement. Bis Montag hätte Guardiola Einsprache erheben können. Er tat es nicht. «Sie wenden ihre Regeln an und ich akzeptiere das, was nicht heisst, dass ich damit einverstanden bin», so Guardiola.

In der Meisterschaft trägt er das Band nur noch versteckt unter dem Kittel – gestern bei der Pressekonferenz ganz offen. Denn von der Uefa hat er nichts zu befürchten. Die hat auf diese Saison hin das Reglement angepasst. «Nur noch beleidigende Nachrichten werden als regelwidrig erachtet», schreibt der europäische Fussballverband auf Anfrage der «Nordwestschweiz». Also alles ganz entspannt.

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