Nach 50 Sekunden stand der von Arxhend Cani lancierte Albian Ajeti allein vor Osni Mutombo und schob den Ball souverän am Gästegoalie vorbei. Es war der ideale Beginn für die U21 des FC Basel im Rankhof. Die Heimelf hatte den FC Stade Nyonnais im Griff, kam zu einer Reihe von Eckbällen und zu vereinzelten Tormöglichkeiten. Die besten hatte Cédric Itten, der Mutombo zu einer gute Parade zwang (8.) und kurz später auch noch an der Latte scheiterte (29.). Die Gäste dagegen wirkten über weite Strecken der ersten Halbzeit äusserst harmlos. Zu diesem Zeitpunkt deutete alles auf einen Sieg des Heimteams hin.

Nach dem Seitenwechsel begann sich dann aber das strenge Programm der Basler bemerkbar zu machen. Zwar kamen Serkan Korkmaz (50.) und Albian Ajeti (52.) im gegnerischen Sechzehner zum Abschluss, doch Kraft und Konzentration liessen merklich nach. «Wir wollten ökonomisch spielen, das hat leider nicht geklappt», seufzte Thomas Häberli nach dem Spiel. Der Trainer bedauerte, dass seiner Equipe das zweite Tor nicht gelungen war. «Dann wäre der Match vielleicht anders ausgegangen.»

Fehlende Kraftreserven

So aber entschieden die Waadtländer nun immer mehr Zweikämpfe für sich, eroberten die zweiten Bälle und erarbeiteten sich Torchancen. Pascal Albrecht verhinderte mit einem «Big Save» gegen Fargues zwar zunächst den Ausgleich (55.), war aber kurz darauf am 1:1 mitschuldig, als er einen Fargues-Schuss vor die Füsse des einschussbereiten Diamant Bega fallen liess (59.). Alban Ramadani brachte Nyon dann nach einem Freistoss Begas per Kopf auf die Siegerstrasse (70.). Das Heimteam, bei dem fünf Starter aus dem Uefa-Youth-League-Match gegen Ludogorets Razgrad am Mittwoch in der Anfangself standen, versuchte in der Folge, der Partie eine erneute Wende zu geben, musste aber feststellen, dass sich mit dem Willen allein kein Meisterschaftsspiel in der Promotion League gewinnen lässt. «Wir haben es probiert, doch wir waren tot – keine Power mehr», erklärte Trainer Häberli. «Im September kann man den ständigen Mittwoch-Samstag-Rhythmus noch einigermassen kompensieren, doch es war von Anfang an klar, dass wir zu diesem Zeitpunkt der Saison eine Phase mit zwei Gesichtern haben würden.» Einwechselspieler Dylan Dugourd besiegelte in der Nachspielzeit schliesslich den am Ende verdienten Sieg der Romands.

Endlich ein wenig Erholung

Beim Basler Nachwuchs gilt die Konzentration nun dem Auswärtsmatch in St. Gallen am nächsten Samstag. Erst zum dritten Mal seit Saisonbeginn hat die U21 der Rotblauen keine englische Woche. Deshalb dürfte der FCB-Nachwuchs in der Ostschweiz wieder sein anderes, schönes Gesicht zeigen.