In der abgelaufenen Spielzeit hatte das Team mit einigen Personalproblemen zu kämpfen: Simon Dünki, Michael Gonçalves und Robin Kamber (in der Rückrunde) wurden an Challenge-League-Vereine abgegeben, und gegen Ende der Saison wurden diverse U21-Spieler in der ersten Mannschaft und der U18 dringender gebraucht, sodass man im Frühling bis zu neun Abwesende pro Partie zu beklagen hatte. Das spiegelte sich in den Resultaten der U21 wieder, sodass am Ende der Promotion-League-Spielzeit 2014/15 lediglich Rang 11 heraussprang.

Dass das aktuelle Kader aufgrund der Erfahrungen in der Vorsaison nun gleich 25 Junioren umfasst, verneint Thomas Häberli. Der Trainer nennt vielmehr das intensive Programm bis zur Winterpause als wichtigsten Grund.

Denn sollte sich das «Eins» für die Champions League qualifizieren, käme für den Nachwuchs eine Mehrbelastung von sechs Gruppenspielen in der Uefa Youth League (UYL) dazu. «Promotion League, UYL und Länderspiele: Auf unsere Nationalspieler – und das sind die meisten – warten in der Vorrunde zwischen 24 und 30 Partien», so Häberli.

Spielpraxis für Spieler aus dem Fanionteam

Auf die hohe Belastung ist man heuer beim FCB viel besser vorbereitet. Ausserdem ist damit zu rechnen, dass der eine oder andere Spieler aus der ersten Mannschaft wieder in der U21 Matchpraxis holen darf.

Was nicht Paulo Sousas Philosophie entsprach, dürfte unter Urs Fischer anders werden. Denn der neue Cheftrainer der Basler kennt aus seiner Zeit beim FC Zürich die Sorgen und Nöte eines U21-Trainers bestens, schliesslich war er mehrere Jahre lang in dieser Funktion beim FCZ angestellt.

Viele Zuzüge aus dem eigenen Nachwuchs

Gleich elf der Neuen entstammen der eigenen U18, der zwölfte ist Berkay Sülüngöz vom Partnerverein FC Solothurn. «Die Pipeline ist voll, es gab keinen Grund, uns anderswo umzuschauen», hält Thomas Häberli fest und ist überzeugt davon, dass ein paar Talente darunter sind, «die uns noch viel Freude machen werden».

Sollte das Fanionteam die Champions League verpassen, würde das Kader Ende August nochmals redimensioniert werden. Bis dahin kann Trainer Häberli aus dem Vollen schöpfen. So auch am beim Saisonauftakt vom Mittwochabend in Nyon (19.30 Uhr, Colovray). Dementsprechend liegt der primäre Fokus auf der eigenen Equipe. «Wichtig ist, wie wir auftreten. Bringen wir unsere Leistung auf den Platz, sind wir definitiv stärker als letzte Saison.»