FC Basel
Der FCB verliert Testspiel gegen Monaco

Basel verliert den Test gegen die AS Monaco vor schöner Kulisse trotz ordentlicher Leistung mit 0:1.

Julian Förnbacher
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Doumbia trifft nur den Pfosten.

Doumbia trifft nur den Pfosten.

Keystone

Ein beschauliches Stadion, flankiert von prächtigen Bergen, herrliches Sommerwetter und zwei Klubs der erweiterten europäischen Spitze – Fussballherz, was willst du mehr? Dass der Blick vieler Zuschauer im Stade de Chailly von Montreux gegen Ende der Partie doch vermehrt in Richtung der Bergkulisse abdriftete, war dem FC Basel zuzuschreiben. Kurzum: Das Spiel verlief für den neutralen Beobachter schleppend.

Für den FCB hingegen ist der ereignisarme Spielverlauf als Erfolg zu werten. Der Mangel an Torszenen bedeutete, dass das Spektakel nicht wieder auf Kosten des Schweizer Meisters stattfand. Dies war am Mittwoch bei dessen erstem Auftritt am «Festival de Football des Alpes» und der 1:4-Klatsche gegen Zenit St. Petersburg noch der Fall gewesen.

Die klar bessere Mannschaft

Der FC Basel zeigte sich trotz der 0:1-Niederlage gegen Monaco zufrieden mit dem Gezeigten und zuversichtlich für das erste Super-League-Spiel in einer Woche. «Ich denke, wir sind heute als Mannschaft sehr gut aufgetreten. Wir konnten in Crans-Montana hervorragend arbeiten. Wenn wir so weitermachen können, kommt es gut gegen Sion», bilanzierte Taulant Xhaka. Die Equipe von Urs Fischer zeigte gegen das Team aus der Ligue 1 in der Tat eine ansprechende Leistung. Der FCB war bis zu den zahlreichen Auswechslungen die klar bessere Mannschaft. Das sah auch Trainer Urs Fischer so: «Das war ein guter, teilweise sehr guter Auftritt von uns. Wir müssten in der ersten Hälfte mit 2:0 führen.»

Der FCB agierte zu Beginn entschlossener. Darauf bedacht, Fehler zu verhindern, spielte man vorsichtig, aber bestimmt und kam früh zu hochkarätigen Chancen. Nach sechs Minuten klatschte ein Abschluss von Renato Steffen an den Pfosten. Wenig später, nach einem Zuckerpass von Marek Suchy, tauchte Seydou Doumbia alleine vor Monaco-Torhüter Loic Badiashile auf. Abermals wurde der Pfosten zum Retter der Monegassen.

In der Defensive liess der Schweizer Meister kaum je etwas zu. Dies war auch dem Kolumbianer Éder Balanta, der etwas überraschend bereits zu seinem Startelf-Debüt kam, zu verdanken. An seiner kompromisslosen Spielweise dürfte man in Basel noch viel Freude haben. «Bei ihm sah man bereits, dass er ein zentraler Verteidiger mit Aggressivität, Schnelligkeit und guter Spieleröffnung ist. Wir sind wirklich glücklich, dass wir diesen Transfer machen konnten», lobte Urs Fischer seinen Neuzugang nach dem Spiel.

Trotzdem genügte den Monegassen eine Unachtsamkeit der Basler Abwehr, um in Führung zu gehen. Vagner Loves langer Ball fand in der 33. Minute Gabriel Boschilia, der Xhaka mit einer simplen Körpertäuschung aus dem Verkehr zog und vorbei am chancenlosen Tomas Vaclik einschob. Nach dem Treffer entwich der Partie rasch die Luft, die 13 Wechsel zur Pause trugen ihren Teil dazu bei.

Letzter Test gegen Wolfsburg

Somit war die dritte Niederlage im vierten Testspiel für den FCB trotz guter Leistung früh besiegelt. Einzig Nicolas Hunziker kam kurz vor Schluss noch zu einer guten Gelegenheit. Angesichts der Tatsache, dass der FCB während der gesamten Vorbereitung kein komplettes Team zur Verfügung hatte, konnte mit keiner Gala gerechnet werden. Viele Spieler weisen noch einen Trainingsrückstand auf, andere müssen ihren Platz im Team erst finden. Dass der FCB aber langsam Betriebstemperatur aufnimmt, war trotz der ärgerlichen Niederlage erkennbar. Vielleicht stimmt im letzten Test gegen Wolfsburg am Dienstag nebst der Leistung auch das Resultat.

Basel - Monaco 0:1 (0:1)

Stade de Chailly, Montreux. 700 Zuschauer. – SR Pache. – Tore: 33. Boschilia 0:1.

Basel: Vaclik (46. Vailati); Gaber (63. Petretta), Balanta (46. Hoegh), Suchy (34. Cümart), Riveros (77. Traoré); Xhaka (34. Fransson), Zuffi (46. Pickel); Steffen (63. Callà), Delgado (46. Boëtius), Elyounoussi (77. Schmid); Doumbia (63. Hunziker).

Monaco (1. Halbzeit): Badiashile; Tisserand, Diallo, Jemerson, Mendy; Boschilia, Traoré, Bakayoko, Lemar; Carillo, Vagner Love.

Monaco (2. Halbzeit): Badiashile; Fabinho, Raggi, Jemerson, Echiejile; Dirar, Bernardo Silva, N’Doram, Cavaleiro; Germain, Falcao.

Bemerkungen: Basel ohne Akanji, Kutesa, Sporar (alle verletzt) und Bjarnason (Nationalmannschaft). 7. Pfostenschuss Steffen. 23. Pfostenschuss Doumbia.