Schweizer Cup

Der FCB vor dem Cup-Achtelfinal gegen Lausanne: Der Tanz auf der dritten Hochzeit

Auf den Klassiker vom Sonntag folgt der Cup-Achtelfinal gegen Lausanne-Ouchy.

Auf den Klassiker vom Sonntag folgt der Cup-Achtelfinal gegen Lausanne-Ouchy.

Der FC Basel gastiert heute Abend um 20.15 Uhr im Cup-Achtelfinal beim Challenge-Leaguisten Stade Lausanne-Ouchy.

Wenn heute Abend um 20.15 Uhr die Partie zwischen Stade Lausanne-Ouchy und dem FC Basel angepfiffen wird, dann komplettiert sich für den FCB eine Woche der Abwechslung. Gerade einmal sechs Tage erst ist es her, dass die Basler in Getafe in der Europa League spielten. Nicht einmal 72 Stunden später dann stand das Gastspiel im Letzigrund beim FC Zürich an. Und jetzt also der Cup-Achtelfinal bei Lausanne-Ouchy.

Damit tanzt der FCB auf der dritten Hochzeit in dieser Woche. Erst Europacup, dann Liga, jetzt Cup. Schlag auf Schlag, kurze Pausen. So sieht der Alltag aktuell aus. «Wir wollen überall dabei sein. Das heisst aber auch, dass es extrem intensiv ist mit Spielen alle drei Tage», sagt FCB-Trainer Marcel Koller dazu. Was die Konsequenzen solcher Strapazen sind, war am Sonntag nicht zu kaschieren. Der FCB unterlag dem FCZ so verdient wie selbstverschuldet. Zu viele grobe Eigenfehler waren im Spiel der Basler, zu wenig Konzentration auf dem Platz.

Zusammengefasst: Der FCB trug seine mentale Müdigkeit zur Schau. «Das klingt nach einer Ausrede. Aber die ist da», sagt Koller und weckt in Erinnerung, dass auch die Profis auf dem Platz nur Menschen sind, die nicht immer und zu jeder Zeit ihr Leistungsmaximum abrufen können. Geht es nach dem FCB-Coach, muss aber genau diese Grenze heute wieder erreicht werden. Denn während die FCZ-Pleite mit anderen Ligaspielen auszubügeln ist, «sind wir weg, wenn wir heute verlieren. Deshalb wäre es falsch, dieses Spiel mit links zu nehmen, nur weil sie unterklassig sind.»

Zu Hause im Exil-Stadion in Nyon

Gegen ein unterklassiges Team, das erst auf diese Saison hin in die Challenge League aufgestiegen ist. Der Tabellensechste der zweithöchsten Schweizer Liga ist zwar nicht schlecht in die Saison gestartet, hat die letzten drei Spiele aber allesamt verloren - zuletzt 0:5 gegen den Stadtrivalen Lausanne Sport. Dennoch war der Aufstieg ein wahrgewordenes Märchen für die Lausanner. Eines aber auch, das Konsequenzen nach sich trug. Die Heimspiele trägt der heutige Gast nicht in seinem Stadion, dem Stade Juan-Antonio Samaranch, aus, sondern in Nyon. Das eigene Stadion entspricht nicht den Anforderungen der Liga.

Dass der eigentliche Gastgeber somit im Exil spielt, beeinflusst den FCB nicht. Eben so wenig wie dessen Negativserie. «Sie als Aufbaugegner nach der FCZ-Niederlage anzuschauen, wäre nicht gut. Wir brauchen eine Topleistung.» Nicht zwingend eine wie beim Tanz auf der europäischen Bühne. Aber eine neuerliche Darbietung wie am Sonntag und beim Tanz in der Liga wäre zu wenig.

Céline Feller

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