Setzt man nun noch stärker auf Junge? Kann der FCB unterhalten, auch wenn es um nichts geht? Denn genau das war der Kern des Konzepts, das Bernhard Burgener letztlich zum neuen FCB-Präsidenten gemacht hat. Seit fix ist, dass es 2018 keinen Titel gibt, brilliert der FCB.

Zumindest war das bis gestern so. Nach 15 Toren in drei Spielen bringt der FCB gegen den FCZ keinen Fuss vor den anderen. Die Faktoren Unterhaltung und Jugend bewerten wir auch nach dieser Partie. In Anlehnung an Präsident Bernhard BURgener, Sportchef Marco STREller und Trainer Raphael WiCKY gibt es zwischen 1 und 10 «Burstreckys».

Unterhaltung

Für den neutralen Betrachter war dieses Duell zwischen dem FC Basel und dem FC Zürich in der zweiten Halbzeit beste Unterhaltung. Fünf Tore, ein Lattenknaller, ein Offside-Tor und diverse weitere Chancen. Das Resultat hätte gar durchaus noch spektakulärer ausfallen können als es das mit dem 4:1 bereits der Fall ist. Nur, aus Basler Sicht war es genau diese Unterhaltung, die man nicht wollte.

Nach den letzten drei Spielen, in denen man brillierte, 15 Tore erzielte und von Spielfreude nur so strotzte, war das Derby gegen den FCZ eines zum vergessen. Statt die positive Entwicklung weiter zu gehen, wirkten die FCB-Akteure phasenweise lustlos, vor allem in der Defensive. Dafür gibt es nur 4 «Burstreckys». 

FCB-Barometer

Jugend

Michael Lang? Ersetzt durch Neftali Manzambi. Marek Suchy? Ersetzt durch Eder Balanta. Und Valentin Stocker? Ersetzt durch Kevin Bua. Bei allen Wechseln, die Raphael Wicky im Vergleich zum letzten Spiel vorgenommen hat, hat er die Mannschaft verjüngt. Hinzu kommt, dass er in der Pause Raoul Petretta für Luca Zuffi bringt, später gar noch den erst in diesem Jahr 19 Jahre jung gewordenen Afimico Pululu für den 33-jährigen Serey Die einwechselt.

Damit stehen bei Spielschluss acht Spieler auf dem Platz, die erst 23 Jahre alt oder jünger sind. Und mit Albian Ajeti erzielt noch ein Eigengewächs den Ehrentreffer zum 1:4. Weil aber alle Jugend heute nichts bringt, gibt es nur 5 «Burstreckys».