Eishockey

Der Fehlstart ist perfekt: Der EHC Basel verliert auch dritte Partie

Der EHC Basel scheiterte zu oft vor dem gegnerischen Tor.

Der EHC Basel scheiterte zu oft vor dem gegnerischen Tor.

So hat sich der EHC Basel den Start in die neue MySports League Saison überhaupt nicht vorgestellt. Im dritten Spiel folgte die dritte nicht zwingende Niederlage. Beim 2:3 gegen den EHC Bülach scheiterten die Basler in erster Linie am sehr starken Torhüter Joel Messerli, der von vierzig Schüssen auf sein Tor nur zwei Schüsse passieren liess.

Nach den zwei Niederlagen zum Saisonstart war Christian Weber gezwungen, neue Reize zu setzen und etwas umzustellen Im Tor startete somit erstmals Tim Guggisberg. In der Verteidigung ersetzte der von einer Verletzung zurückkehrende Atanasio Molina Matthias Hagen. Offensiv wurde die zweite und vierte Sturmlinie umgestellt. Aber auch auf der Spielerbank fand ein kurzfristiger Wechsel statt, wenn auch unfreiwillig. Als Sicherheitsmassnahme blieb Assistenz-Coach Beat Renggli, der Corona-Symptome zeigte, zu Hause. Seinen Platz nahm Sportchef Olivier Schäublin ein.

Pech im Abschluss

Der EHC Basel brauchte rund 9 Minuten Anlaufzeit, um richtig in die Partie zu finden. Denn es waren zu Beginn die Gäste, die mit mehr Selbstvertrauen und somit sicherer in ihren Aktionen wirkten.  Mit der ersten guten Möglichkeit durch Kellenbergers Flachschuss fand Basel viel besser ins Spiel. Zwissler und Terzago hatten weitere Möglichkeiten das Score zu eröffnen.

Aber genau in diese gute Phase geht Bülach glücklich in Führung. Ein Schuss von der blauen Linie durch Harlacher lenkt ein Basler Verteidiger zu Wetli, der nur noch einschieben musste. Basel reagierte gut und suchte rasch den Ausgleich. Dabei hatte Schnellmann mit einem Pfostenschuss nach toller Vorarbeit von Himelfarb Pech. Auch in der Folge gefiel Basel mit gutem Angriffsspiel und weiteren Möglichkeiten durch Hermkes, Kiss und Marbot.

Bülachs Torhüter bringt die Basler zur Verzweiflung

Das Überzahlspiel zu Beginn des Mitteldrittels war noch von einigen Missverständnissen geprägt. Bei ausgeglichenem Spielerstand sah dies dann anders aus. Himelfarb passte auf Schnellmann. Dessen Abschluss wurde zunächst pariert, den Abpraller spielt er im Knien auf Zahner, der verdientermassen ausgleicht. Die Freude über den Ausgleich war nur kurz. Alena kann frei schiessen und Hartmann den Abpraller zur abermaligen Führung verwerten.

In der Folge sahen die Zuschauer ein Spiel mit viel Kampf und Betrieb vor beiden Toren. So war das Eigentor, welches zum 2:2 führte dem Einsatz von Kellenberger geschuldet. In der 35. Minute verhinderte der Pfosten nach einem Schuss von Vogt im Powerplay die erstmalige Führung für Basel. Auch kurz vor Ende des Drittels, als Basel die Möglichkeit bekam in Überzahl zu spielen, folgte eine Chance nach der Anderen. Die Beste durch Zwissler wenige Sekunden vor der Sirene. Bülachs Torhüter Messerli war jedoch kein weiteres Mal zu überwinden.

Kein Wettkampfglück

Die Basler wollten im Schlussdrittel die gute Leistung der letzten 30 Minuten bestätigen und gingen mit Überzeugung in die ersten Zweikämpfe. Einen kernigen Check von Schnellmann bewertete der Schiedsrichter als regelwidrig. Das nachfolgende Überzahlspiel bedeutete zum dritten Mal die Führung für Bülach durch Ganz. Basel musste somit abermals einem Rückstand hinterherlaufen. In der 46. Minute kommt Vogt nach einem Fehlpass alleine vor Messerli an die Scheibe, scheitert jedoch wie die meisten seiner Kollegen am starken Gästetorhüter.

Aber auch Bülach blieb mit ihren Kontern gefährlich. So in der 47. Minute als Posch den Pfosten trifft oder in der Mitte des Schlussdrittels, als Guggisberg ein paar Mal sich auszeichnen konnte. Zum Spielende warf Basel nochmals alles nach vorne, ein Tor wollte aber auch mit sechs gegen vier Feldspieler trotz guten Ausgleichschancen nicht mehr gelingen.

Am Mittwoch muss der EHC Basel nach Chur reisen, bevor am nächsten Samstag um 17:30 Uhr gegen Düdingen das nächste Heimspiel folgt. Für die Spieler ist es nun wichtig  weniger Strafen zu nehmen und mit Kampf, Spielfreude und mehr Kaltblütigkeit vor dem gegnerischen Tor das notwendige Wettkampfglück zu erzwingen und somit die ersten Siege einzufahren.

Das Telegramm:

Trainer Christian Weber im Interview:

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