Die Aufsteigerinnen aus Riehen erwischten zwar mit zwei gewonnen Spielen einen guten Saisonstart in die Nationalliga B. Danach mussten sie aber eine Niederlage nach der anderen einstecken. Auch gegen Fribourg verloren die Baslerinnen das zweite Spiel der Rückrunde mit 1:3, wobei dieses Spiel stellvertretend für die gesamte bisherige Meisterschaft der Riehenerinnen steht.

Mit einem ansprechenden Angriffsspiel, welches vor allem über die gekonnt agierende Aussenspielerin Melinda Suja lief, konnten die Gastgeberinnen den ersten Satz ungefährdet mit 25:17 für sich entscheiden. Was dann kam, war symptomatisch für die ganze bisherige Saison. Die Sätze zwei bis vier gingen für Riehen verloren. Satz drei zwar nur knapp mit 23:25, im vierten Durchgang lief aber gar nichts mehr. 15:25 hiess das klare Verdikt. Bei den Baslerinnen gab es Kommunikationsprobleme, dadurch gingen einfach Bälle verloren und die Freiburgerinnen blockten die Angriffe der Platzherrinnen regelmässig. Die Enttäuschung stand den Riehen-Frauen nach dem Match im Gesicht geschrieben.

Ratlosigkeit

«Wir wissen selber nicht, warum wir heute verloren haben», sagt Head-Coach Dominik Imark nach der kurzen Teambesprechung nach dem Spiel. «Schon die ganze Saison läuft das so. Irgendwie scheinen wir nicht an den Sieg zu glauben.»

NLB-Volleyball: Riehen - Fribourg

NLB-Volleyball: Riehen - Fribourg

Dabei startete Aufsteiger Riehen erfolgreich in die aktuelle Saison. Gegen Genève Volley und Fribourg schauten klare 3:1-Siege heraus. «Das liegt daran, dass wir den Schwung aus der Erstliga mitnehmen konnten. Das Gefühl von all diesen Siegen konnten wir in die ersten beiden Spiele hineintragen», erklärt Riehen-Trainer Imark. Er betont denn auch, dass Riehen in sämtlichen Spielen grundsätzlich gut mithalten könne und dass das Team sehr ausgeglichen sei.

Fehlende Konstanz

«Uns fehlen einfach die Konstanz, das Vertrauen in unser Können und der Glaube an den Sieg. Volleyball spielen können wir», beurteilt Imark die Situation. Die Volleyball-Frauen des KTV Riehen wollen trotz der Niederlagen-Serie die nächsten Spiele möglichst gewinnen. Sollten sie auch, wenn sie ihr Saisonziel, den Ligaerhalt, erreichen wollen.

Im Gegensatz zu anderen NLBTeams spielen in Riehen keine Ausländerinnen. Auch andere personelle Wechsel wird es beim KTV vorläufig nicht geben. «Jede Spielerin muss sich einfach noch ein wenig steigern. Zudem müssen wir mental einiges besser werden. Dann können wir auch wieder die Siege heimfahren», erklärt Dominik Imark sein Rezept für die nächsten Spiele in der Rückrunde.

Abwärtsspirale stoppen

Einfach wird diese sicher nicht. Im nächsten Spiel warten die aktuell zweitplatzierten Volleyballerinnen von Greenwatt Val-de-Travers. Am dritten Dezember folgt dann das eminent wichtige Spiel gegen den momentanen Tabellennachbar Luzern. Die Teilnahme an den Aufstiegsspielen scheint jedoch zum jetzigen Zeitpunkt in weite Ferne gerückt zu sein. Aber mit mehr Konstanz und mehr Wille zum Sieg können die Riehenerinnen die Abwärtsspirale vielleicht stoppen und ins Positive drehen.