Fussball

Der Leader stellt die Heimstärke auf die Probe

Michael Weber (l.) und Albian Ajeti (M.) wollen mit dem FCB U21 einen Schritt vorwärts machen. Archiv

Michael Weber (l.) und Albian Ajeti (M.) wollen mit dem FCB U21 einen Schritt vorwärts machen. Archiv

Der FC Basel U21 will sich gegen den Tabellenführer Le Mont für seine Niederlage beim SC Kriens rehabilitieren. Dabei steht auch eine Serie in der aktuellen Spielzeit der 1. Liga Promotion auf dem Spiel.

Während der FC Le Mont am letzten Spieltag den Spitzenkampf gegen Etoile Carouge mit 2:0 für sich entschied und die Leaderposition zurückeroberte, bezog die U21 des FC Basel beim abstiegsbedrohten SC Kriens die höchste Saisonniederlage. In der Aussenseiterrolle sieht Thomas Häberli sein Team vor dem heutigen Direktvergleich (15 Uhr, Rankhof) dennoch nicht. «In Kriens hatten wir spezielle Umstände», sagt der FCB-U21-Trainer und meint damit die Tatsache, dass ihm in besagtem Match gleich acht Akteure aus diversen Gründen fehlten. Weil Musa Araz’ Comeback nach mehrmonatiger Verletzungspause im Vornherein auf 60 Minuten beschränkt wurde und Christoph Stenz zur Pause wegen Übelkeit ausgewechselt werden musste, waren Häberlis Möglichkeiten, personell Einfluss zu nehmen, zusätzlich eingeschränkt.

Aufstellung noch unklar

Welche Elf er heute auf den Platz schicken wird, wusste Thomas Häberli bis zum gestrigen Nachmittag noch nicht. Da viele U21-Junioren mit diversen Juniorennationalteams unterwegs waren und einige im Kader der ersten Mannschaft standen, musste der Trainer mit fünf, teils rekonvaleszenten «eigenen» Spielern sowie einigen U18-Akteuren arbeiten. «Das ist das Los eines U21-Trainers», erklärt er und kann gut damit leben: «Es ist doch schön, wenn meine Spieler im ’Eins’ gebraucht werden.»

Wichtige Junioren-Länderspiele

Als Ausbilder ist es dem 40-Jährigen ohnehin am wichtigsten, dass seine jungen Spieler «möglichst schnell viele Fortschritte machen». Beispielsweise letzten Mittwoch im Dress der U19- und U18-Nati bei den Testspielen gegen Italien (2:4, 0:2). «Solche Partien sind im Sinne der Spieler. Ich bin sicher, dass sie davon profitiert haben.» Die dadurch bedingte ständige Interaktion mit anderen Trainern, ob beim FC Basel oder beim Verband, sei zudem einer jener Aspekte, die seinen Job so interessant machen, erklärt der ehemalige Super-League-Stürmer.

Konzentrieren auf eigene Stärken

Im Sinne der individuellen und kollektiven Weiterentwicklung der Basler Talente legt der Trainer vor jedem Match den Fokus auf die eigene Mannschaft. «Der Gegner ist zweitrangig», bestätigt Häberli. Dennoch hat er sich eingehend mit dem FC Le Mont auseinandergesetzt. «Die Romands sind die stabilste Equipe der Liga, was auch die Resultate belegen. Ihr Spiel ist geprägt von der physischen Power und der Schnelligkeit vieler Akteure.»

Das Hinspiel im September letzten Jahres ging mit 1:0 an die Lausanner. «Wenn wir unsere grossen Tormöglichkeiten besser genutzt hätten, hätten wir damals Punkte mitgenommen», ist Häberli auch heute noch überzeugt. Eine Prognose für die Revanche kann er aus obigen Gründen nicht stellen. «Mit einem solch knappen Kader wie in Kriens wird es schwierig. Wenn ich aber ’meine’ Mannschaft aufs Feld schicken kann, haben wir durchaus eine gute Chance auf ein positives Resultat. Schliesslich sind wir zu Hause noch immer ungeschlagen.»

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