Nach 18 Spielen in der Qualifikationsrunde steht die NLA-Mannschaft des FC Basel auf dem dritten Zwischenrang. Dank der Punktehalbierung, die zum Ende der Qualifikation vollzogen wird, starten die Baslerinnen mit sechs Punkten Rückstand auf den Leader FC Zürich Frauen in die finale Phase. Dieses Handicap hat sich das Team von Trainer Beat Naldi zum Teil selbst eingebrockt. Nicht mehr als ein Punkt resultierte aus den vier Begegnungen gegen die Spitzenteams aus Zürich und Kriens. «Mit der Saison bin ich bis auf die Aufeinandertreffen mit den Top-Mannschaften zufrieden. Unser Ziel ist es, Meister zu werden. Dafür müssen aber in der Finalrunde gegen Zürich und Kriens Punkte her», bilanziert FCB-Kapitänin Kerstin Boschert. Die deutsche Mittelfeldspielerin, die seit Sommer 2012 die Farben des FC Basel trägt, sieht Verbesserungspotential: «Kriens ist kampfstark und Zürich überzeugt mit einem modernen, offensiven und schnellen Spiel – - in all diesen Bereichen müssen wir zulegen, wenn wir gegen diese Gegner bestehen wollen.»

Auf Schützenhilfe angewiesen

Um Schweizer Meister zu werden, sind die Basler Frauen auf Schützenhilfe der anderen Teams angewiesen. Lassen Kriens und Zürich in den Direktbegegnungen oder gegen vermeintlich schwächere Teams Punkte liegen, könnten die Bebbi als lachende Dritte den Titel feiern. «Das können wir nicht beeinflussen. Wir müssen uns auf uns selbst konzentrieren und in den verbleibenden acht Spielen möglichst viele Punkte holen», erklärt die 30-Jährige Sport- und Biologielehrerin die Situation. Dieses Vorhaben wird selbst durch den bevorstehenden Trainerwechsel – Kaan Kahraman übernimmt ab nächster Saison das Amt von Beat Naldi – nicht getrübt. Von aufkommender Unruhe kann nicht die Rede sein – im Gegenteil: die Mannschaft hat sich zum zweiten Mal in Folge für den Cup-Final qualifiziert. «Der Verein hat das so gewollt und es kommt zu Umstrukturierungen in der Frauenabteilung – das müssen wir akzeptieren. Den bisherige Erfolg ist Beat Naldi zu verdanken», so Boschert.

Heiss auf einen Titel

Die Kanterniederlage im letztjährigen Final gegen den FC Zürich (0:5) möchte der FCB am 7. Juni gegen den SC Kriens vergessen machen. Ein Sieg wäre gleichbedeutend mit dem ersten Titel, den die Frauenabteilung des FC Basel einheimsen würde. «So könnten wir vielleicht sogar mehr Zuschauer gewinnen – das wäre wichtig für uns, den Verein und die Region», schaut die ehemalige deutsche U23-Internationale über die Grashalme hinaus. Dass die FCB-Frauen reif für einen Titel sind, bezweifelt Kapitänin Boschert keineswegs: «Wir sind heiss darauf. Es ist unsere Aufgabe, einen Titel nach Basel zu holen. Drei Punkte heute zum Start der Finalrunde gegen Yverdon sind wichtig.»