Als im Jahre 1976 der „Cevi“, zusammen mit dem Sportamt, das J+S-Turnier lancierte, hiess der Schweizer Meister Federale Lugano. Und Cupsieger wurde Fribourg Olympic. Diese beiden Vereine teilten sich in den Dekaden der 70er-Jahre die Titel jeweils unter sich auf.

In der Deutschschweiz fristete der Basketball eher ein „Mauerblümchen-Dasein“. Der CVJM Birsfelden der Gebrüder Hänger hatte seine Blütezeit, mit dem Vize-Meistertitel (1970) und dem Cupsieg (1969) hinter sich. In Birsfelden gab es mit dem CVJM und BC gleich zwei Vereine. In Arlesheim wurde der BCA – unter anderem von Thomas Lamprecht und Martin Spörri – gegründet. In Zürich war Basket primär eine Sache von „Exil-Tschechen“ (Prager Frühling 1968), in der Innerschweiz waren der TV Reussbühl und STV Luzern die Antreiber einer noch jungen Bewegung.

"Boom" hat nachgelassen

Wenn man 40 Jahre lang, Jahr für Jahr, einen derartigen Grossanlass organisiert, so muss sehr, sehr viel Herzblut und Leidenschaft dahinter stecken. Einst fand das Turnier im „Stedtli“ (für Nicht-Baselbieter: So wird die Kantonshauptstadt Liestal im Volksmund genannt), in drei verschiedenen Hallen, statt. Als in „Blätzbums“ die neue Sporthalle eingeweiht wurde, dislozierte das Turnier in die Hafenstadt. Und zeitweise wurde sowohl in der Nationalliga-A-Halle wie auch in der legendären Rheinparkhalle (die gerade in der Romandie einen Kultstatus geniesst!) gespielt.

Ja, es gab Zeiten – primär Ende der 80er- und 90er-Jahre -, als 65 Mannschaften aus allen Landesteilen zum J+S-Turnier kamen. Es war ein Stelldichein der (fast) gesamten Schweizer Basketball-Jugend. Dieser „Boom“ hat, wie in vielen anderen Sportarten, nachgelassen. Leider. Dennoch kann der Veranstalter, mit den Gebrüdern Michel und Pascal Donati an der Spitze (und Herz, Motor und Seele des Anlasses) 24 Teams begrüssen. Dass die Teams aus der Region Zürich und der Innerschweiz fehlen, ist bedauerlich. Schade, denn mit Central Basket (Luzern) und dem BC Winterthur bereichern ab Oktober zwei Deutschschweizer Klubs die Nationalliga A. Drei „alemannische“ Vereine in der obersten Spielklasse hat es übrigens noch nie gegeben.

Starwings in allen Kategorien vertreten

Gespielt wird in den Kategorien U19, U16, U14 und U12. Ein weiteres Merkmal, das sehr zu denken gibt, ist die Tatsache, dass es keine Mädchen-Teams gibt! Einzig die U14 vom BC Arlesheim, wo Carmen Glaser unermüdlich an der Basis arbeitet, hat sich angemeldet. Der Veranstalter hat diese Spielerinnen in die (männliche) U12 eingeteilt. Wehmut kommt auf, wenn man weiss, dass einst der Kanton Baselland DIE Basketball-Hochburg in der Schweiz war. Serienmeister war der CVJM Birsfelden der Gebrüder Fritz und Robert Hänger. Aber auch der BC Arlesheim bereicherte die Nationalliga A – und auch in Pratteln war der BC lange Zeit ein Spitzenklub der obersten Spielklasse. Es war die Zeit von Pia Tschirky, die ebenfalls am J+S-Turnier gespielt hat. Wie so viele andere Basket-Grössen, die bei diesem Turnier ihre ersten Wettkampfspiele erleben. Und später in der Nationalliga B und auch in der Nationalliga A spielten.

Dass die „Wings“ die Nachwuchsarbeit (dank der unermüdlichen Arbeit einzelner Exponenten, die man nicht explizit nennen muss) sehr ernst nehmen, beweist die Tatsache, dass die Starwings in allen Kategorien vertreten sind. In der Kategorie U12 noch als CVJM Birsfelden, einer der zwei Partnervereine der Gelb-Blauen. Erfreulich, dass in der U14 der Renommierklub Fribourg Olympic gleich mit zwei Teams teilnimmt. Die „Kathedrale des Schweizer Basketballes“ erweist dem Veranstalter CVJM Birsfelden somit die verdiente Reverenz.