Für Volleyball-Insider kommt die Verpflichtung von Andreas Vollmer (50) als Nachfolger von Timo Lippuner wenig überraschend. Der 183 cm grosse Deutsche war zuletzt als Cheftrainer beim USC Münster tätig. Er kennt die Schweizer Liga gut, war er früher auch schon Trainer bei Franches Montagnes und Kanti Schaffhausen.

Der Diplom-Sportlehrer ist mit Jana, einer früheren Volleyball- und Beachvolleyball-Spielerin verheiratet, und hat eine Tochter namens Matilda. Spannend ist vor allem sein Lebens-Motto: «Ein Floh, der unkontrolliert durch die Gegend springt, kann einen Löwen zum Wahnsinn treiben. Aber es dauert lange bis ein Löwe einen Floh zum Wahnsinn treiben kann.»

Ziemlich grosse Fussstapfen

Dass der neue Übungsleiter eine grosse Herausforderung annimmt, steht ausser Frage. Die Erfolge des zu den Roten Raben Vilsbiburg wechselnden Lippuner werden in den Geschichtsbüchern des noch jungen Dorfclubs Sm’Aesch Pfeffingen viel Platz einnehmen. Doch beide Coaches sind ziemlich ähnliche Typen und richtiggehend Volleyball «angefressen», sodass in dieser Beziehung eine Fortsetzung der Sm’Aesch Pfeffingen-Erfolgsgeschichte durchaus realistisch erscheint.

Wichtig wird in den nächsten Wochen vor allem sein, das Kader festzulegen. Mit Passeuse Tess von Piekartz hat bereits eine wichtige Spielerin Farbe bekennt und ihren Vertrag vorzeitig verlängert. Auch Nationalmannschafts-Libera Thays Deprati scheint nicht abgeneigt zu sein, weiter im Baselbiet zu spielen. Zudem laufen die Verträge der jungen Schweizerinnen wie Maja Storck und Madlaina Matter bis Ende nächster Saison weiter.

Die wichtige Personalie von Topskorerin Laura Künzler ist allerdings noch offen, doch unter dem neuen Head-Coach könnte die 20-jährige Aargauerin in der Schweiz weitere Fortschritte machen und danach noch stärker in ein ausländisches Team wechseln.