Bittere Monate erlebten die „Wings“ zum Auftakt der Saison 2018/19. In den ersten neun Meisterschaftspartien, wie im Cup-Match zuhause gegen Monthey, setzte es lauter Nieder­lagen ab. Nicht das Verlieren war ärgerlich, sondern die Art und Weise, wie das Team mit jeder Verlustpartie in seine Einzelteile zerfiel.

Die erste Reisslinie wurde anfangs Dezember gezogen, als ein Trainerwechsel erfolgte. Für Roland Pavloski sprang Pascal Donati (beide Birsfelder waren/sind die Gesichter des einstigen Deutschschweizer Vorzeigeklubs) ein. Und für den vermeintlichen Topskorer Auston Calhoun, der unmotiviert in die USA zurückkehrte, wurde ein Mann namens Anto­nio Hester verpflichtet.

Der Trainerwechsel zeigt Wirkung

Gegen Boncourt, im Nordwestschweizer Derby, zeigte der Trainerwechsel Wirkung – und die Birsfelder schlugen überraschend Boncourt. Dann kam Lugano in die Sporthalle – er einstige Serienmeister, der sich gerne noch „Grande“ sieht. Mit dabei war Hester – und der Mann, der einst in Katalonien gerockt hatte, in Miami den Sprung ins NBA-Team der Heats nur knapp verpasst hatte, dafür in Island die Liga dominierte, flog umgehend aus dem war­men Florida ins winterliche Baselbiet.

Und nach 45 Sekunden hatte er den ersten Korb er­zielt; es folgten ein paar harmlose Dunkings mit dem Versprechen, dass „es inskünftig mehr und brachialere werden“. Der Sieg gegen Lugano versetzte die 500 Zuschauer (so viele wie seit drei Jahren nicht mehr) in einen Freudentaumel, die zuvor „tote“ Equipe lebt – und gelingt mit Hester und Co. eine Leistungssteigerung mit Erfolgen, so ist Rang 8 (Playoffs) kein Hirngespinst mehr wie vor drei Wochen.

Und in den Playoffs beginnt alles bei Null. Typisch amerikanisch, wenn „Don Antonio“ sagt, dass „die Playoffs moneytime“ sind. Wir sind gespannt!