Transporter um Transporter passiert. Ein Bild, ähnlich wie beim Gotthard-Tunnel. Mit der Ankunft der Pferde auf dem Gelände des St. Jakobs nimmt der CSI langsam aber sicher konkrete Formen an. Alles ist bereit, wenn es heute bei den Amateuren losgeht. «Das war gerade der Transporter des Olympiasiegers», schmunzelt Hansueli Sprunger beim Eintreffen von Steve Guerdats Luxusobjekt. Man kennt sich. Es wird geflachst, gelacht. «Eigentlich sind wir Reiter so etwas wie eine kleine Familie», sagt der Lausner.

Ein Mann mit Erfahrung

Sprunger spricht aus Erfahrung. Als Springreit-Schweizer-Meister von 1999 und 2011 und Vater von Janika Sprunger, der zur Zeit besten Reiterin der Schweiz, weiss er über die Szene mehr als kein anderer Regionaler Bescheid. Dem Baselbieter entgeht nichts – denn seit der ersten Austragung vor vier Jahren amtet Sprunger als CSI-Sportchef in Basel. «Die grösste Herausforderung war der allererste Event. Mittlerweile ist vieles Routine geworden.»

Selber am Start

Ein Highlight bleibt der Anlass für den 60-Jährigen, der selber beim Concours startet, aber allemal. Der Ablauf läuft wie erwartet reibungslos, Sonderwünsche gibt es nicht. «Oder fast nicht», so Sprunger. Rund um die Uhr wird die Hundertschaft von Pferden, deren Wert Sprunger auf «mehrere Millionen Franken» schätzt, von der Securitas und Tierärzten überwacht. Pfleger dürfen bis 23.00 Uhr ihre Pferde betreuen. Schwierigkeiten oder sonstige Zwischenfälle hat es seit der ersten Austragung noch nie gegeben. So soll es auch diesmal bleiben. «Und das wird es wahrscheinlich auch. Es gibt keinen Grund, dass diesmal etwas anders sein sollte.»

Keinen Favoriten

Bezüglich Favoriten für den Grand-Prix-Sieg hält sich der Kenner zurück. «Zehn bis 15 Reiter kommen für den Sieg infrage», prophezeit Sprunger. «Das Reiten ist ein schnelllebiges Geschäft», fügt er umgehend an. Mit welchem Platz der Routinier selber liebäugelt, hält er offen.