Nicht nur mit dabei, sondern als Topskorerin eine Führungsrolleinnehabend bei den Baselbieterinnen ist eine absolute Ausnahmekönnerin: Maja Storck. Die 19-Jährige begeisterte sich schon früh für (Beach-)Volleyball und schloss sich deshalb im zarten Alter von 9 Jahren zusammen mit einigen Schulfreundinnen dem Volleyballclub Münchenstein an.

Zehn Jahre später steht die Sport-Gymnasiastin als Teamleaderin im Spitzenkampf auf dem Feld und hofft wie schon am 18. November 2017 auf einen Exploit. Damals hatte man das Zürcher Weltklasseteam auswärts sensationell mit 3:0 Sätzen bezwingen können: «Natürlich wollen wir Volero herausfordern und letztlich um den Meistertitel spielen.»

Der Vereinsname Volero hat für die junge Münchensteinerin so oder so eine ganz spezielle Bedeutung. Ihr erstes NLA-Spiel bestritt die 183 Zentimeter grosse Diagonalangreiferin einst zwar gegen Köniz, doch am 21. Dezember 2014 machte sie ausgerechnet gegen denSerienmeister ihren ersten persönlichen Punkt in der höchsten Schweizer Liga.

Stetiger Aufwärtstrend

Seither geht es mit der kämpferischen Angreiferin stetig aufwärts. «Hannes Nowotny holte mich damals in die Sm’Aesch-Pfeffingen-Akademie, wo ich schon wenig später zusammen mit meinen Volero-Gegnerinnen vom Sonntag, Gergana Dimitrova (21) und Mira Todorova (23), im Kader der NLA-Mannschaft stand und unter dem gleichen Trainer auch in der Schweizer Junioren-Nationalmannschaft spielte.»

Sm'Aesch Pfeffingen trifft wieder auf den letztjährigen Sieger Volero Zürich.

Sm'Aesch Pfeffingen trifft wieder auf den letztjährigen Sieger Volero Zürich.

In der vergangenen Saison war Storck zusammen mit der in die Bundesliga gezogenen Laura Künzler mitverantwortlich für die bislang grössten Erfolge des heuer 18 Jahre alt werdenden Birstaler Vereins: 2016/17 holte man den Vize-Meistertitel und stand zudem im Schweizer Cupfinal.

Volero mit Vorteilen

Beide Male hatte Volero, wie schon die vergangenen elf Jahre zuvor, die Nase vorn. Dies soll sich wenn immer möglich schon jetzt ändern. Mit dem starken Europacup-Auftritt gegen Mladost Zagrebim Rücken will die 19-Jährige zusammen mit ihren Teamkolleginnen und Trainer Andy Vollmer die Vorherrschaft des Zürcher Vereins brechen: «Wir hoffen natürlich auf die lautstarke Unterstützung unserer treuen Fans. Mit einem Drei-Punkte-Sieg könnten wir Volero die Leaderposition wieder abjagen», gibt sich die Nationalspielerin kämpferisch.

(archiv)

Setzt sich Sm'aesch gegen Volero durch?

(archiv)

Auch ihre persönliche Zukunft betreffend findet Storck deutliche Worte: «Zuerst will ich im Mai meine Matura abschliessen. Danach gibt es in Sachen Schule und Bildung sicher eine Pause, denn dann will ich zwei Jahre lang voll auf die Karte Volleyball setzen und eine Profikarriere anstreben.»

Karriereziel Ausland steht

Dass das Ziel der sich vor allem im Service noch verbessern wollenden Volleyballerin das Ausland sein wird, ist kein Geheimnis. Das Wo hingegen schon. Gemäss eigenen Angaben haben sich bereits Trainer von italienischen Vereinen – gemäss Informationen der «Schweiz am Wochenende» beispielsweise Bergamo – gemeldet, und auch Bundesliga-Klubs wie etwa der momentane Tabellenzweite Allianz MTV Stuttgart haben schon mehr als nur ein Auge auf das Schweizer Supertalent geworfen.

Den Block von Volero zu passieren wird schwierig.

Den Block von Volero zu passieren wird schwierig.

Das alles ist aber noch weit entfernt, denn zunächst will Storck mit Sm’Aesch Pfeffingen in der Meisterschaft, im Cup und natürlich auch im Europa-Cup, wo der Gegner am kommenden Mittwoch im Heimspiel des Achtelfinals Stiinta Bacau aus Rumänien heissen wird, weiter für Furore sorgen.