Das hat es wohl noch nie gegeben: Gleich an fünf Spieltagen in der vergangenen Woche konnte auf der Tennisanlage in Liestal kein einziger Punkt ausgespielt werden. «Am Montag, am Dienstag und am Donnerstag hätten wir am Abend eigentlich je 15 Matches spielen wollen. Doch obwohl der Wetterbericht gar nicht so schlecht gewesen wäre, hat es immer wieder geregnet, sodass wir nicht spielen konnten», sagt Turnierorganisator Hansruedi Berger.

Das allein wäre noch nicht so schlimm gewesen, denn am Wochenende hätte man durchaus alle noch ausstehenden Matches unterbringen können, doch Petrus war den Basler Tenniscracks weder am Samstag noch am Sonntag wohl gesinnt. Trotz intensiven Bemühungen, die Plätze spielbereit zu machen, sorgte der Regen dafür, dass auch am Finalwochenende keine Bälle übers Netz geflogen sind.

«Als es am Sonntagnachmittag wieder zu regnen begann, entschlossen wir uns, die Meisterschaften vorzeitig zu beenden», so Berger. Der Versuch, die Finalspiele während dieser Woche durchzuführen, scheiterte, da bei den Organisatoren bereits nach kurzer Zeit etliche Anrufe von Spielern eingegangen waren, die während der Woche nicht spielen konnten.

Option Halle wird geprüft

Eine kurzfristige Verschiebung in die Halle war am Sonntag nicht möglich, da keine Halle in der Region die Kapazitäten aufwies, so viele Partien durchzuführen. Die Organisatoren hätten daher das Turnier an verschiedenen Standorten beenden müssen und dafür hätte an jedem dieser Standorte ein sogenannter «Official» sein müssen, der im Falle einer Unstimmigkeit auf dem Platz hätte eingreifen können.

«Das alles auf die Beine zu stellen, war so kurzfristig nicht möglich», erklärt Berger. «Wir werden aber für das kommende Jahr die Option einer Halle prüfen, auch wenn die kantonalen Meisterschaften beider Basel im Sommer ein Turnier sind, das draussen gespielt werden soll.»

So werden die 4. kantonalen Meisterschaften beider Basel nicht in erster Linie aufgrund der spannenden Matches und der strahlenden Sieger in Erinnerung bleiben, sondern als Turnier ohne Sieger. Immerhin konnten die Organisatoren jemand anderem eine Freude bereiten: Das gesamte Preisgeld wurde der Aktion «Denk an mich» gespendet.