Handball NLA

Der RTV Basel brach nach starker erster Halbzeit regelrecht ein

Auch den Mangel an Kreisläufern hat den RTV in grosse Schwierigkeiten gebracht (Symbolbild).

Auch den Mangel an Kreisläufern hat den RTV in grosse Schwierigkeiten gebracht (Symbolbild).

Die NLA-Handballer des RTV 1879 Basel sind auswärts weiterhin ein gern gesehener Gast und zuverlässiger Punktelieferant. Der RTV verlor bei Wacker Thun auch sein viertes von vier Auswärtsspiel dieser Saison, und zwar klar mit 23:36 (13:15).

Nach einer hervorragenden Leistung in den ersten 30 Minuten, welche der RTV trotz des knappen Pausenrückstands weitgehend dominiert hatte, ging in der zweiten Halbzeit nur noch sehr wenig. Die zweiten 30 Minuten gingen mit 21:8 an die Berner Oberländer – Kommentar überflüssig.

Der RTV begann stark und konzentriert und stellte den überraschten Favoriten vor gehörige Probleme. Der RTV führte rasch 6:3 und nach 20 Minuten 10:8. In der Folge übernahm zwar Wacker Thun vermehrt das Spieldiktat, konnte den RTV aber nicht nachhaltig distanzieren.

Verletzungspech in den Basler Reihen

Eigentlicher Knackpunkt im RTV-Spiel, und letztlich wohl durchaus spielentscheidend, war das verletzungsbedingte Ausscheiden von RTV-Kreisläufer und –Abwehrchef Dick Hylken. Er zog sich bei einer Verteidigungsaktion in der 18. Minute eine noch nicht näher definierte Verletzung am linken Schienbein zu und konnte fortan nicht mehr mitspielen. Und da mit Henry Martinez der zweite nominelle Kreisläufer wegen einer Verletzung schon gar nicht mitgereist war, musste der RTV in der Folge ohne gelernten Kreisläufer agieren.

Max Dannmeyer und vorübergehend Bruno Kozina bemühten sich zwar in der ungewohnten Rolle als Ersatz-Kreisläufer redlich, aber der RTV hatte nach Hylkens Ausscheiden sowohl offensiv wie auch defensiv nicht mehr die gleiche Qualität – was für die Qualitäten des Schweden Dick Hylken spricht.

Durchs Band eher schlecht als recht

Zurück zum Spiel: in den ersten 15 Minuten der zweiten Halbzeit herrschte dann beim RTV tiefe Nacht. Thun zog innert elf Minuten von 15:13 auf 24:14 davon und dem RTV gelangen innert insgesamt 15 Minuten gerademal zwei Treffer. Mit einer derart schwachen Effizienz ist ein Punktgewinn gegen einen solchen Gegner wenig realistisch. Danach war die Partie entschieden und der RTV verbleibt in der Tabelle unter dem ominösen Strich auf Platz acht. In der Einzelkritik verdiente sich kein einziger RTV-Spieler inklusive dem Torhüter wirklich gute Noten.

In der Meisterschaft folgt nun wegen wichtigen Spielen der Nationalmannschaft eine rund dreiwöchige Pause, was RTV-Trainer Silvio Wernle in Anbetracht des Kreisläufer-Problems nicht ungelegen kommen dürfte. Vorerst aber steht noch die Partie im Schweizer Cup (1/16-Final) beim starken Erstligisten Yverdon auf dem Programm. Dieses Spiel findet am Mittwoch, 28. Oktober, um 20.00 Uhr in Yverdon statt.

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