Die Ausgangslage vor der gestrigen Partie gegen Fortitudo Gossau war für den RTV keine einfache: Gewinnt GC Amicitia gegen Stäfa und verlieren die Realturner ihrerseits, so wäre der Abstieg in die NLB besiegelt. Spätestens in der Halbzeit hatte die Mannschaft von Alex Ebi Gewissheit. GC verliert das Heimspiel und somit konnten die Basler auch bei einer Niederlage nicht definitiv absteigen.

RTV startet schwungvoll

Trotz der misslichen Lage startete der RTV schwungvoll in die Partie und ging nach 13 Minuten durch Gulbicki mit 5:2 in Front. Bis zu diesem Zeitpunkt entschärfte Pascal Stauber bereits zwei Siebenmeter der Gossauer und sorgte einmal mehr, mit teils hervorragenden Reflexen dafür, dass seine Mannschaft einen hauchdünnen Vorsprung (11:10) in die Pause retten konnte.

Der Wille war spürbar

Auch wenn die Bebbi das Tempo aus der Startphase nicht mehr erreichten und sich viele technische Fehler einschlichen, gilt es festzuhalten, dass dieser RTV eine funktionierende Truppe ist. Der Wille, das schier Unmögliche – den Ligaerhalt – zu schaffen, war bei jedem Akteur zu spüren. Nur, es fehlt in den wichtigen Augenblicken an Cleverness und über die ganze Spielzeit auch an Konstanz. Ein Indiz für diese Feststellung fand man auch im Spiel gegen Gossau. Nach 23 Minuten fing sich Mischa Hofstetter die dritte Zweiminutenstrafe ein und wurde des Feldes verwiesen. In der Schlussphase, als der RTV einem Drei-Tore-Rückstand hinterherlief und diesen dank den Toren von Dannmeyer und Stamenov schon fast wieder wettgemacht hatte, verdribbelte sich Captain Stamenov bei einem Gegenstoss. Das rächte sich umgehend. Gossaus Misteli entschied die Partie zum Schlussstand von 21:24.

Offensive zu schwach

«21 Treffer sind einfach zu wenig. Die Probleme in der Offensive begleiten uns schon die gesamte Saison», meinte Dannmeyer nach dem Schlusspfiff, eine Erklärung für die Angriffsschwäche findet er keine: «Es ist mir unbegreiflich, wieso uns kaum einfache Tore durch Gegenstösse gelingen.» Dannmeyer, der heute sogar noch eine Halbzeit für Leimental (1. Liga) im Einsatz stand und sieben Treffer im Aufstiegskampf beisteuerte, will trotz der neuerlichen Niederlage positiv nach vorne blicken: «Der Ligaerhalt ist zwar nicht mehr realistisch, aber wir können als Mannschaft weiter Fortschritte machen.»