Handball
Der RTV hofft auf mehr Qualität dank neuen Spielern

Der RTV Basel startet morgen Freitag mit neuem Trainer und verstärktem Kader gegen Pfadi Winterthur in die NLA-Saison. Als Zie setzt sich Truppe von Dragomir Cmiljanovicist das Erreichen von Platz 8.

Meinrad Stöcklin
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An allen Fronten gefordert: RTV-Torhüter und -Geschäftsführer Pascal Stauber.

An allen Fronten gefordert: RTV-Torhüter und -Geschäftsführer Pascal Stauber.

Robert Varadi

Mit einer Doppelrunde beginnt die Handballsaison 2011/2012. Der RTV 1879 Basel, mit einem neuen Trainer und verheissungsvollen neuen Spielern, tritt am Freitag zunächst auswärts bei Pfadi Winterthur an, ehe am Sonntag (16.00 Uhr, Sporthalle Rankhof Basel), das Heimspiel gegen Wacker Thun auf dem Programm steht. Für dieses erste Heimspiel ist eine spezielle Aktion geplant. Es gilt das Motto «Wurscht und Bier für 5 Stutz» und der RTV wünscht sich neben zwei Punkten vor allem auch eine volle Rankhofhalle.

Neu beim RTV sind in dieser Saison unter anderem zwei starke Aufbauspieler. Das sind einerseits der isländische Nationalspieler Sigurbergur Sveinsson (24, zuletzt bei Hannover-Burgdorf in der Bundesliga) sowie der slowenische Spielmacher Rok Ivanvic (31, zuletzt bei RK Maribor Branik). Beide Akteure haben ihr grosses Potenzial in der Vorbereitung wiederholt angedeutet und dürften dem RTV zusätzliche Qualität und Stabilität verleihen.

Auch der Trainer ist neu

Weitere neue Spieler sind der physisch sehr starke Kreisläufer Simon Wittlin (25, vom Erstligisten Leimental) und der britische Torhüter Nicholas Satchwell (20). Neuer Trainer und damit Nachfolger von Arno Ehret ist Dragomir Cmiljanovic. Der 60-jährige Serbe weilt bereits seit fünf Jahren im Umfeld des RTV Basel und engagierte sich zuletzt intensiv als Trainer im Projekt «Mehr Jugendliche zum Handball». Seit 2007 ist Cmiljanovic Handballdozent an der Universität Basel.

Den RTV verlassen haben Aufbauer Ruben Schelbert (zu Kadetten Schaffhausen) sowie Torhüter Sascha Rudi (zu GC Amicitia Zürich). Basel operiert auch in dieser Saison mit dem kleinsten Budget aller NLA-Teams (knapp 400 000 Franken) und ist aufgrund des schmalen Kaders besonders darauf angewiesen, vom Verletzungspech einigermassen verschont zu bleiben.

Saisonziel ist das Erreichen von Platz 8. So hätte der Basler Traditionsverein – vor dem Hintergrund der Ligareduktion am Ende der Saison von 12 auf 10 Teams – mit dem direkten Abstieg garantiert nichts zu tun. Die Teams auf den Schlussrängen 11 und 12 steigen in die Nationalliga B ab, die Mannschaften auf den Rängen 9 und 10 müssen in stets unangenehme Barrage-Spiele mit den zwei stärksten NLB-Teams.