Es ist noch nicht lange her, da sicherte sich das Team von Alex Ebi den Ligaerhalt. Der RTV Basel erreichte nicht ohne Mühe den siebten Schlussrang und war froh, dass sich eine turbulente Saison mit vielen Höhen und Tiefen am Ende zum Guten wendete.

Nun blicken die Verantwortlichen der Realturner in die Zukunft und sehen sich gerüstet für die neue Zehnerliga. Der neue Chefcoach Silvio Wernle mahnt dennoch vor zu viel Euphorie: «In einer Liga mit nur zehn Mannschaften spielt man nach schlechten Leistungen schneller als einem lieb ist gegen den Abstieg.» Sein Team, welches dies zu verhindern versuchen wird, steht praktisch schon. Einzig auf der Kreisläuferposition muss ein Ersatz für den an der Schulter verletzten Mark Kuppelwieser gefunden werden, und nach dem Abgang von Adrian Studerus (Zofingen) wird ein junger Linkshänder gesucht.

Noch nicht klar ist ausserdem die Situation bei Rückraumspieler Tomislav Sladoljev. Einen neuen Verein wird sich hingegen der isländische Spielgestalter Sigurbergur Sveinsson suchen müssen. Fremdfinanziert und nicht ganz günstig im Unterhalt, spielte er in der vergangenen Spielzeit wegen zahlreicher Verletzungen nur sporadisch. Noch immer hat er seine Knieverletzung nicht ganz überwunden. «Für ihn ist es nun wichtig, dass er wieder ganz gesund wird», sagt Wernle und verweist zugleich auf seinen mehr als zuverlässigen Ersatz Mischa Hofstetter. «Wir hatten unsere beste Phase mit Mischa.»

Nachdem er seine Bänderverletzung auskuriert hat, wird auch Rok Ivancic wieder zu den Leistungsträgern zählen. Als einziger Ausländer wird er mit den erfahrenen Nationalspielern Pascal Stauber, Marko Vukelic und Kapitän Igor Stamenov den Kern der Mannschaft bilden.

Gerne noch mehr junges Blut

Präsidentensohn Yannick Ebi und Max Dannmeyer, welche in der abgelaufenen Spielzeit nur ganz selten zu Einsätzen in der obersten Spielklasse kamen, rücken von den Elite-Junioren in die erste Mannschaft auf und sollen nun vermehrt zu Spielminuten kommen.

Alex Ebi, der nun «nur» noch das Präsidentenamt ausübt und das Coaching an Silvio Wernle übergibt, erfreut sich ab der momentanen Kaderzusammensetzung: «Wir haben eine gute Mischung aus Jung und Alt, zudem konnten viele junge Spieler in der vergangenen Saison bereits Erfahrungen in der höchsten Liga sammeln.»

Gerne hätte die sportliche Leitung noch mehr junges Blut in die Mannschaft gepumpt, doch die Transfers von drei bis vier jungen Talenten aus der Region scheiterten an deren Vereinen oder am Spieler selbst, der nicht wechseln wollte.

Dennoch steht Ihnen eine Mannschaft zur Verfügung, die Qualität und Potenzial besitzt, sodass eine Teilnahme an der Finalrunde realistisch scheint.

Doch davon wollen die Verantwortlichen (noch) nichts hören und üben sich stattdessen lieber in Tiefstapelei.