Handball

Der RTV schrammt nur knapp an der Überraschung vorbei

Station Siggenthal, 14.09.2019. Sport, Handball NLA, Saison 2019 / 2020. TV Endingen - RTV Basel. Christian Skusa (vorne, RTV Basel) gegen Nemanja Sudzum (hinten, TVE). Copyright by: Alexander Wagner Station Siggenthal, 14. September 2019. Handball, NLA: TV Endingen - RTV Basel in der Go Easy Arena in Station Siggenthal

Der RTV Basel verliert gegen Winterthur mit drei Toren. (Archivbild)

Station Siggenthal, 14.09.2019. Sport, Handball NLA, Saison 2019 / 2020. TV Endingen - RTV Basel. Christian Skusa (vorne, RTV Basel) gegen Nemanja Sudzum (hinten, TVE). Copyright by: Alexander Wagner Station Siggenthal, 14. September 2019. Handball, NLA: TV Endingen - RTV Basel in der Go Easy Arena in Station Siggenthal

Zum Mittwochsspiel am 15. Spieltag der SHL wartete der nächste Gegner aus der Spitzengruppe, Pfadi Winterthur, auf den RTV Basel. Wie auch schon im vorangegangenen Spiel gegen die Kadetten Schaffhausen wurde es kein Spaziergang für das Top-Team. Beim 27:24 (13:12) verkaufte sich der RTV auswärts teuer und Winterthur musste sich den Sieg erkämpfen.

Die Gastgeber deckten mit offensiven Verteidigungsvarianten und versuchten zuerst mit einem 5:1-System die Kreise der Basler einzuschränken. Doch der RTV spielte den vorgezogenen Verteidiger ein ums andere Mal aus. Vor allem Dennis Krause im linken Basler Rückraum stach hierbei heraus. Er erzielte in der ersten Halbzeit bereits fünf seiner insgesamt acht Tore. Krause unterstrich allerdings auch die Wichtigkeit des Kreisläufers bei offensiven Deckungen: «Christian Skusa hat am Kreis überragend gespielt. Er hat uns die Lücken geschaffen und die Sperren gesetzt.»

Tatsächlich half auch eine Umstellung der Verteidigung den Winterthurern nicht. Nur nachdem der RTV drei Angriffe hintereinander den Ball nicht im Tor unterbringen konnte, setzte sich Pfadi auf 13:9 (23.) ab. Doch, wer dachte, dass der RTV nun den Anschluss verlieren würde, sah sich getäuscht. Aus einer fast vierminütigen Unterzahl kamen die Basler mit einem Torverhältnis von plus zwei Toren heraus und waren wieder dran an den Winterthurern (13:11). In der Verteidigung war auch auf die Torhüter Verlass. Kurz vor der Pause ermöglichte Goalie André Willimann seinem Team praktisch drei Chancen zum Ausgleich. Doch der RTV verpasste diese Möglichkeiten und ging nach einer starken Leistung mit einem knappen Rückstand in die Halbzeit (13:12).

Pfadi Winterthur probierte es nun mit einer ungewöhnlichen 3:3-Verteidigungsvariante und Stammtorhüter Matias Schulz im Tor. Mit den drei vorgezogenen Verteidigern und dem Argentinier kam der RTV weniger gut zurecht. Diese erneuten Umstellungen ermöglichten es Pfadi, zunächst auf 23:16 (44.) davon zu ziehen. Doch die Basler gaben nicht auf und kamen nochmals zurück ins Spiel.

Auch Pfadi-Trainer Adrian Brüngger wurde beim 25:22-Spielstand etwas zu spannend, um sein Team neu zu ordnen, nahm er eine Auszeit (55.). Trotzdem kam der RTV nach der Unterbrechung sogar kurz auf zwei Tore heran (26:24). «Wir machen zum Schluss bedeutende Fehler und werden ausgekontert», fasste Krause die Schlussminuten zusammen. Tatsächlich waren drei technische Fehler, nach der Winterthurer Auszeit, zu viel und ermöglichten Pfadi Winterthur den 27:24-Heimsieg.

Insgesamt schüren die letzten beiden Spiele wieder die Hoffnung auf den Klassenerhalt. Die Top-Teams aus Schaffhausen und Winterthur mussten für ihre Siege hart arbeiten. Auch die Spieler nehmen erfreuliche Entwicklungen. Beispielhaft ist Dennis Wipf zu nennen, er erspielt sich, langsam aber sicher, den Ruf eines Penalty-Killers. Im Spiel gegen Winterthur fanden alle drei gegen ihn geworfenen 7-Meter nicht ins Tor. Höchstens zu viele technische Fehler am Ende beider Halbzeiten gab es zu bemängeln. Dennis Krause dazu: «Wir müssen bis zum Schluss mannschaftlich geschlossen spielen und dürfen nicht in Einzelaktionen verfallen.» In der ersten Hälfte wurde so der Ausgleich und am Ende der Spielzeit zumindest die Chance auf den Ausgleich verpasst.

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