Gempen-Berglauf
Der Sieger ahnte bereits, dass er gewinnen wird

Matthias Kyburz und Petra Eggenschwiler gewinnen den 31. Gempen-Berglauf. Die Vorjahressieger Anders Holmberg und Bettina Steiger wurden Zweite.

Jonas Burch
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Gempen-Berglauf: Bettina Steiger konnte ihren Vorjahressieg nicht verteidigen und wurde Zweite.
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Der Gempen-Berglauf lockte viele Lauffreudige an.
Anders Holmberg verpasste die Titelverteidigung und kam 2,3 Sekunden hinter Matthias Kyburz als Zweiter ins Ziel.
Da war alles noch ruhig. Die Zieleinkunft auf dem Gempen.
Überlegene Siegerin: Petra Eggenschwiler aus Laupersdorf rannte ihren Mitläuferinnen auf und davon.
Ein Lauf mit regionalem Charakter: Auch die Junioren des SC Dornach liefen die 7,8 Kilometer.
Erfrischung nach der Zielankunft.
Maya Chollet aus Basel (links) und die Maispracherin Bettina Steiger holten für die Region die Plätze 3 und 2.

Gempen-Berglauf: Bettina Steiger konnte ihren Vorjahressieg nicht verteidigen und wurde Zweite.

Nicola Hausner

Endspurt in Gempen. Längst ist der Lauf zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen geworden. Wer machts? Matthias Kyburz oder Anders Holmberg? Am Ende führte kein Weg an Matthias Kyburz' unbeschwertem Laufstil vorbei. Hauchdünne 2,3 Sekunden trennte das Spitzenduo nach der Ziellinie. Vorjahressieger Anders Holmberg zieht den Hut vor dem LC Basel-Athleten: «Gratulation an Matthias. Ich habe das Tempo im Endspurt zu früh angezogen und er ist dann einfach cooler geblieben als ich.»
Die Blumen des Schweden nimmt Kyburz gerne entgegen. Für den 22-jährigen Orientierungsläufer galt der 7,8km lange Berglauf mit 426 Steigungsmetern als idealer Formtest für die OL-Heim-WM Mitte Juli in Lausanne. «Ich ahnte, dass bei diesem Rennen eine Top-Platzierung möglich ist. Und je länger der Lauf dauerte, desto sicherer war ich mir, dass ich dieses Rennen auch gewinnen kann», sagt der Möhlemer. Letztlich stoppte seine Zeit bei 29.50,0 Minuten - damit bleiben Martin von Känels magische 29.11,1 Minuten von 1999 weiter unantastbar. Der Rekordhalter gab sich standesgemäss auch in diesem Jahr die Ehre und landete auf dem respektablen 7. Rang.
Steiger verpasst Titelverteidigung
Von nichts wusste Petra Eggenschwiler, als sie als erste Frau um 19.56 Uhr ins Ziel kam. «Ich dachte die ganze Zeit, dass noch jemand vor mir ist», lächelt die Laupersdörferin. Doch da war niemand mehr. Umso grösser ist nun die Freude, vor allem weil sich die Solothurnerin keinerlei Chancen auf einen möglichen Sieg ausgerechnet hat. «Ich kann mir selbst nicht genau erklären, wieso heute alles so gut gelaufen ist.»
Des einen Freud, des anderen Leid. Denn wie Anders Holmberg, konnte auch die Maispracher Lokalmatadorin Bettina Steiger ihren Vorjahressieg nicht verteidigen und wurde Zweite. «Es wurmt mich schon ein bisschen», gibt die Baselbieterin zu, «denn ich war in diesem Jahr in jedem Rennen schneller als 2011. Nur hier in Gempen nicht». Am Ende haben taktische Fehler auf den ersten zwei Kilometern den Ausschlag für die verpasste Titelverteidigung geben, sagt die 38-Jährige. Bis zum Ziel nahm Eggenschwiler, die bei 36.03,4 Minuten ins kam, Steiger gut 38 Sekunden ab.
Nun legt Steiger ihren Fokus auf den Jungfrau-Marathon. Der Gempen-Berglauf diente immerhin als «kleine» Annäherung.