Handball
Der Spass kommt bei Florian Göpfert und den Kadetten wieder zurück

Der Basler Florian Göpfert steht vor seiner vierten Saison bei den Schaffhauser Kadetten. Nach einigen Rückschlägen will der 25-Jährige wieder die Nummer eins am linken Flügel werden. Mit dem neuen Trainer Markus Baur soll es nun möglich werden

Michael Wehrle
Merken
Drucken
Teilen
Will wieder nummer eins am linken Flügel werden: Florian Göpfert. Archiv

Will wieder nummer eins am linken Flügel werden: Florian Göpfert. Archiv

Juri Junkov

Lange ging es bei Göpfert sportlich nur bergauf. Vom RTV Basel wechselte er vor drei Jahren nach Schaffhausen, der damals klaren Nummer eins im Schweizer Handball. Und Göpfert hatte keine grosse Mühe, sich im mit Starspielern gespickten Klub zu integrieren. Auf dem linken Flügel fasste er schnell Fuss und lieferte sich mit dem etablierten Leszek Starczan ein Duell um den Stammplatz. Der Pole ist fast neun Jahre älter als der 25-jährige Göpfert. Mit 1,83 ist er zwar 7 Zentimeter kleiner als der Basler aber mit 90 Kilogramm auch 5 Kilo schwerer und damit ein ganz anderer Spielertyp. Straczan ist bullig und robust. Göpfert wirkt eher filigran, ist aber sehr schnell und technisch stark.

In seiner ersten Saison kam Göpfert auf rund 50 Prozent Einsatzzeit, im Jahr darauf war er die Nummer eins. Doch dann folgte der Rückschlag. «Ich war verletzt und der Trainer schenkte mir überhaupt kein Vertrauen mehr», blickt er zurück. Das sei sicher nicht seine beste Saison gewesen. «Wir waren auch zu viele Leute im Kader, die Stimmung war nicht gut, viele waren unzufrieden und deshalb haben wir unsere Qualität nicht aufs Spielfeld gebracht», analysiert Göpfert.

Doch mit dem neuen Trainer Markus Baur soll es besser werden. «Er bringt viel Erfahrung ein», sagt Göpfert. Im Training sei eine ganz andere Mentalität zu spüren. «Ich bin mit dem Kopf jetzt wieder viel mehr dabei und das brauche ich», sagt der Basler. Er habe wohl auch unter so vielen Verletzungen gelitten, weil er nicht ganz bei der Sache gewesen sei. «Mit Leszek verstehe ich mich gut, aber mein Ziel ist es, jetzt wieder die Nummer eins zu werden», betont er. «Und das muss auch klappen, ansonsten mache ich mir schon Gedanken, wie es weitergeht, wenn Ende Saison mein Vertrag in Schaffhausen ausläuft», gibt er zu. Auf der Ersatzbank wolle er schliesslich nicht versauern. Doch Göpfert, der in bisher 35 Länderspielen 69 Tore erzielte, ist zuversichtlich. «Um Erfolg zu haben, muss es Spass machen», sagt er. Und betont: «Ich bin zu hundert Prozent davon überzeugt, dass der Spass bei uns zurückkommt.»