Footvolley
Der Sport steht an diesem Abend für alle im Mittelpunkt

Das Finalspiel im Footvolley an der Coop Beachtour brachte ein bisschen Brasilien an den Barfüsserplatz. Unter den Finalisten fand sich auch ein Basler wieder: Cédric Schmutz. Er gewann mit seinem Partner Benedikt Zwyssig das Turnier.

Olivier Winistörfer
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Suchen auch den Kontakt mit den Zuschauern: Die Footvolleyballer

Suchen auch den Kontakt mit den Zuschauern: Die Footvolleyballer

Es ist zwar eine Randsportart, begeisterte jedoch die Massen an der Coop Beachtour in Basel: Das Footvolley. Der Mix aus Fussball und Volleyball mit brasilianischen Wurzeln verfügt in der Schweiz zwar nur über 50 lizenzierte Spieler, wurde in diesem Jahr aber in den Beach-Volleyball-Event am Basler Barfüsserplatz integriert.

Im Finalspiel, welches um 10 Uhr abends startete, stand mit Cédric Schmutz auch ein Basler im Einsatz. Der Nordwestschweizer war währenddessen auch der Organisator des Turniers, dessen Qualifikationsphase anders als das Finalspiel in Grenznach ausgetragen wurde. «Wir haben heute Morgen um 9 Uhr ein Qualifikationsturnier bestritten und waren fast sechs Stunden im Sand», erklärte der gebürtige Romand, der aber bereits über zwölf Jahre am Rheinknie zu Hause ist.

«Schlimmer war für mich aber die vierstündige Pause, in der ich nach Hause gehen musste, um meinen Sohn zu holen, da meine Frau auf einer Geschäftsreise ist. Die Muskeln waren danach ziemlich schlaff.» Dies schien die Ballakrobaten aber nicht abzuhalten zu zaubern und so bekamen die Zuschauer einige schöne Ballwechsel zu sehen. Der Entertainment-Faktor war hoch und die Menschen auf den Rängen belohnten die Spieler immer wieder mit Applaus.

«Wir wollen den Leuten etwas bieten und so den Sport bekannter machen, daher suchen wir auch den Kontakt mit den Zuschauern», erläuterte Verbandspräsident Benedikt Zwyssig, der in den Spielpausen auch einige Show-Einlagen mit jungen Zuschauern gab.

Auf dem Feld schenkten sich die beiden Teams, obwohl es um kein Preisgeld ging, aber nichts. Den ersten Satz mussten Turnierorganisator Cédric Schmutz und Verbandspräsident Benedikt Zwyssig an die Gegner Roger Kessler und Michele Politta mit 14:18 abgeben, fanden im zweiten Satz aber besser ins Spiel und konnten mit einem hart erkämpften 21:19 die Partie ausgleichen. Das Spiel hinterliess bei allen Akteuren seine Spuren, wie auch Cédric Schmutz gestehen musste: «Irgendwann brannten die Beine nur noch vor Schmerz und ich hoffte, dass wir das Spiel schnell entscheiden könnten.» Es kam aber nicht zu einer schnellen Entscheidung, sondern es folgte ein Abnutzungskampf der beiden Teams im späten Basler Sommerabend. Am Ende konnte sich das Team Schmutz-Zwyssig doch noch mit 20:18 durchsetzen.

Der Sieg sei aber zweitrangig, wie alle Akteure äusserten. Im Mittelpunkt stehe für alle der Sport, wie auch der Tessiner Michele Politta versicherte. Der Nationalspieler fuhr für das Finalspiel sogar extra drei Stunden von der Sonnenstube der Schweiz nach Basel und trat nach der Partie bereits wieder die Rückreise an. Der Einsatz der Akteure scheint sich aber gelohnt zu haben, denn sie brachten nicht nur mit der Samba-Musik, sondern auch mit dem südamerikanischen «Joga Bonito» ein Bisschen Brasilien ans Rheinknie.