Wasserball

Der SV Basel verpasst den grossen Clou nur knapp

Der SV Basel (Felipe Piringer, rechts) verpasst den dritten PlatzVaradi

Der SV Basel (Felipe Piringer, rechts) verpasst den dritten PlatzVaradi

Nachdem der SV Basel in den letzten Jahren nach dem Aufstieg in die NLA stets im unteren Teil der Tabelle anzutreffen war, gelang heuer der Vorstoss in den Halbfinal, wo er Genf unterlag. Dennoch kann auf eine gelungene Saison zurück geblickt werden.

Nach einer soliden Qualifikation zeichnete sich bereits ab, dass es eine erfolgreichere Spielzeit geben wird. Mit dem dritten Rang gelang dem SV Basel der Sprung in die Playoffs.

Nach dem klaren Sieg in der Zwischenrunde gegen den SC Frosch Aegeri, folgte im Halbfinal eine noch deutlichere Niederlage. Der SC Horgen wurde seiner Favoritenrolle gerecht und liess Basel keine Chance.

Chance auf Rang drei

Horgen bestreitet nun den Final gegen den anderen grossen Favoriten, SC Kreuzlingen. Die Basler erhielten mit dem Duell gegen Genf Natation noch die Chance auf Rang drei. Das erste Spiel konnten sie zu ihren Gunsten entscheiden, verloren jedoch anschliessend die beiden nächsten Spiele nur knapp und unterlagen in der Best-of-3-Serie mit 1:2.

Istvan Pinter, Spielertrainer des SV Basel, kennt die Gründe für die Leistungssteigerung in dieser Spielzeit: «Die Mannschaft spielt seit drei Jahren zusammen und die Spieler sind nun in einem Alter, in dem sie von ihrer Arbeit der vergangenen Jahre profitieren.» Der SV Basel stellt ein junges Team, die Hälfte der Spieler ist 20 Jahre alt oder jünger. «Wir haben eine unglaubliche Saison gespielt», erzählt Pinter, der auf das bisher Geleistete stolz ist. Trotzdem weiss er das Erreichte genau einzuordnen.

Basel setzt auf den Nachwuchs

Als weiteren Grund für das Basler Hoch nennt der Ungar das geänderte Reglement des Schweizer Wasserballverbandes: «In dieser Saison durften in jeder Mannschaft höchstens zwei Ausländer engagiert sein.» Dies ist ein klarer Vorteil für Basel, das auch aus finanziellen Motiven lieber auf den Nachwuchs setzt. Und in der Jugendabteilung ist der Verein hervorragend aufgestellt.

In jeder Altersklasse, von den Kleinsten bis zur U20-Stufe, stellt der SV Basel eine Equipe für die Meisterschaft. «Das ist nicht schlecht», sagt der 51-jährige Pinter, und weiter: «Aber es ist nicht so, dass wir in jeder Mannschaft eine optimale Anzahl Spieler zusammenbringen. Oft bestehen die Teams aus einem sehr schmalen Kader.» Alle Altersklassen zeigten in den vergangenen Jahren gute
Leistungen.

Aber Pinter ist vorsichtig. Aus Erfahrung weiss er, dass die Teams kaum zusammenbleiben. Aus beruflichen, privaten oder verletzungsbedingten Gründen schafft es nur ein kleiner Teil der Junioren in die erste Mannschaft.

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