Die Rollenverteilung zu Beginn war klar: Solothurn ging als Favorit in dieses letzte und alles entscheidende Aufstiegsduell. Mit Riad Sawas und Patrick Steinmetz standen dem TCS unter anderem zwei in den N-Rängen klassierte Spieler zur Verfügung (N3 und N4). Der 34-jährige Sawas spielte bereits vor einiger Zeit in der NLA Interclub und ist momentan die Nummer 58 der Schweiz. «Das Ziel vor der Saison war eigentlich der Klassenerhalt», erklärte Christoph Inauen, die gestrige Nummer eins des TCA’s «somit hatten wir Nichts zu verlieren.» Entscheidende Partien an diesem heissen Nachmittag waren die beiden Dreisatzniederlagen von Steven Bühler gegen Patrick Steinmetz, sowie von Marc Schaub gegen Lukas Vontobel. Yanick Petignat und Stevens Bruder Oli konnten ihre Spiele zuvor souverän gewinnen, während Christoph Inauen und Teamcaptain Philippe Leu chancenlos blieben. Die Entscheidung fiel schliesslich im Doppel, wo wiederum Patrick Steinmetz zusammen mit Séverin Diemand einen Zweisatzsieg feiern konnten. «Grundsätzlich ist das Resultat in Ordnung», sagte Leu nach dem letzten Doppel, «natürlich wäre es mit einem 3:3 nach den Einzeln nochmals spannend geworden, aber das kann man immer sagen.»

«Die NLC ist unsere Liga»

Für Leu ist klar, dass der Verbleib in dieser Liga keine Enttäuschung ist. «Es ist schön, dass wir überhaupt so weit gekommen sind und somit nichts mit dem Abstieg zu tun hatten.» Ein Aufstieg in die NLB hätte für Allschwil unangenehme Folgen gehabt: Mindestens zwei Spieler pro Interclubteam sind in der Regel in der NLB bezahlt, in vielen Fällen sogar noch mehr. Für Oli Bühler ist «der Unterschied von der NLC zur NLB wesentlich grösser als von der NLB zur höchsten Spielklasse.» Viele Teams beschäftigen sogar mehrere Profis. Nun wolle man nächstes Jahr mit der gleichen Equipe wieder den Klassenerhalt erreichen.

«Konstantes Team»

Die Allschwiler Mannschaft hat diese Saison relativ überraschend die Finalrunde erreicht und teilweise auch vom Losglück profitiert. Beispielsweise konnte in der ersten Runde der Aufstiegsspiele ein stark unterbesetztes Frohberg gleich mit 8:1 aus dem Weg geräumt werden. Allerdings besticht die Allschwiler Truppe auch durch eine ausgeglichene Truppe. Das sagte auch der Solothurner Teamcaptain Yves Derendinger: «Allschwil glänzte vor allem durch ein konstantes Team mit vielen ähnlich guten Spielern.» Nun will man weiterhin in der NLC gutes Tennis spielen und laut Yanick Petignat wieder eine «tolle und lustige Saison spielen.»