Damit zeigten die Basler nach der 1:4-Niederlage am Freitag in Martigny, bei welcher sie auch Pascal Wittwer mit einer Fussverletzung verloren, die gewünschte Reaktion.

Die Fans konnten sich vor allem von den Namen der Paradeblöcke her auf ein Spektakel freuen. Bei den Sharks erwartet man viel von den Kanadiern Brandon Buck und Kyle Greentree mit dem Scharfschützen Michel Riesen. Beim EHC Visp war Alexei Kowaljow mit dem gelben Topscorer-Helm am Flügel, der in den 90er-Jahren zu den ersten russischen NHL-Stars gehörte und als 40-Jähriger nochmals eine Rückkehr mit viel Eiszeit wagt.

Die Top-Stürmer liessen ihre Klasse aufblitzen, vermochten aber die Gegner nicht entscheidend zu dominieren. Auf Basler Seite trug vor allem die Powerplay-Effizienz zum Torerfolg bei.

Beide Mannschaften konnten noch nicht ganz verbergen, dass eben erst Saisonstart ist und jubelten und fielen auch anhand von Fehlern, zu Beginn auch auf der Torhüterposition.

Die Basler waren dominierend

Der Puck ging zum ersten Mal nach zweieinhalb Minuten dank der vierten Basler Linie ins Netz. Dario Gartmann kam rechts vor das Visper Tor und sah die Lücke zwischen den Schonern Matthias Schoders.

Auf der anderen Seite war Urban Leimbacher ebenfalls noch nicht warm als die Walliser ihr erstes Powerplay ausnutzten. Nach dem nicht sonderlich starken Weitschuss Beat Heldstabs ging der Puck zwischen Leimbachers Schonern über die Torlinie. Auch dieser Treffer schien vermeidbar, doch der Basler Paradesturm reagierte nach dem nächsten Anspiel. Buck brachte die Basler nach 17 Sekunden wieder in Führung und Leimbacher wusste sich im Fortlauf der Partie immer besser auszuzeichnen.

Luca Triulzi glich zwar zwei Minuten später wieder aus als die Basler Abwehr zuwenig energetisch an den Mann ging. Dafür brachte Matthias Rossi - der in Überzahlsituationen ebenfalls mit den Top-Stürmern agierte - die Basler mit einem satten Schuss aus Bandennähe wieder in Führung.

Vor allem gegen Ende des Mitteldrittels zeigten sich die Basler dominant und konnten den Puck teilweise lange im Visper Drittel halten. Mit einem Powerplay im Schlussdrittel fiel der fällige vierte Treffer als Riesen den abgelenkten Schuss vor dem Tor stehend nur noch einzuschieben brauchte.

Am Dienstag, wenn die Basler in der Favoritenrolle antreten werden, streben die Sharks auswärts gegen den HC Thurgau den zweiten Sieg an.

Das Telegramm:

EHC Basel Sharks - EHC Visp 4:2 (2:2, 1:0, 1:0)

St. Jakob-Arena. - 1339 Zuschauer. - SR: Fischer, Huguet/Wermeille. - Tore: 3. Dario Gartmann (Flückiger) 1:0. 10. (9:01) Heldstab (Altorfer, Kowaljow/Ausschluss Scherwey) 1:1. 10. (9:18) Buck (Riesen, Greentree) 2:1. 12. (11:09) Triulzi (Dolana, Brunold) 2:2. 31. Rossi (Riesen, Buck/Ausschluss Guyenet) 3:2. 48. Riesen (Rossi, Greentree/Ausschluss Altorfer) 4:2. - Strafen: 5-mal Minuten gegen Basel, 6-mal 2 Minuten gegen Visp.

Basel: Leimbacher; Heinis, Kreis; Schäublin, Stephan; Weisskopf, Scheidegger; Flückiger, Wüthrich; Riesen, Buck, Greentree; Arnold, Rossi, Frunz; Schmutz, Theodoridis, Scherwey; Müller, Dario Gartmann, Vogt.

Visp: Schoder; Heldstab, Guyenet; Heldner, Schüpbach; Heynen, Wiedmer; Wollgast; Kowaljow, Forget, Dayer; Triulzi, Brunold, Dolana; Botta, Keller, Altorfer; Furrer, Annen, Reber; Alihodizic.

Bemerkungen: Basel ohne Sandro Gartmann, Wittwer (verletzt), Hunziker, Protic und Seiler (beim Regio-Team). Visp ohne Hebeisen (rekonvaleszent), Vassanelli, Witschard und Zeiter (alle überzählig). - 15. Linienrichter Huguet mit Armbruch ausgeschieden. - Pfostenschüsse: 29. Buck. 59. Frunz. - 58. Time-out Visp, danach ohne Torhüter.