Bereits Ende letzten Jahres stand der Name des gebürtigen Baslers Milos Veljkovic erstmals im Aufgebot der 1. Mannschaft des Premier League-Teams der Tottenham Hotspur. Ein Engpass in der Nordlondoner Abwehr verschaffte dem 18-Jährigen den Sprung in die Star-Truppe. Doch nicht nur deswegen: Spurs-Trainer Tim Sherwood konnte sich in seiner Zeit als Coach der U21 der Londoner von den Qualitäten Veljkovics überzeugen.

Damals setzte er konsequent auf die Dienste des technisch starken und robusten Defensivspielers. Nach Weihnachten trainierte Veljkovic dann ausnahmslos im Fanion-Team mit und arbeitete sich immer näher an seinen grossen Traum, an der White Hart Lane neben all den bekannten Stars Fussball zu spielen, heran.

Die Premiere in der Premier League

Der Traum wurde am vergangenen Montag wahr. Im Spiel gegen den FC Sunderland (5:1) erhielt er das Zeichen von Sherwood. Wenige Augenblicke später ersetzte er in der 88. Minute den brasilianischen Nationalspieler Paulinho im defensiven Mittelfeld. Die verbleibenden Minuten nutzte er, um ein paar saubere Pässe zu schlagen und in der Nachspielzeit Gylfi Sigurdssons Treffer zum 5:1-Endstand zu bejubeln.

«Noch Stunden nach der Partie wusste ich nicht, ob das nun tatsächlich mein erster Einsatz für die Spurs gewesen war, oder ob ich das alles nur geträumt hatte», erzählt der immer noch aufgewühlte Defensivallrounder. Nach dem Schlusspfiff dann der nächste Gänsehaut-Moment: Trainer und Teamkollegen gratulierten zum gelungenen Debüt und im serbischen Ort Belusic – neben Basel sein zweites zu Hause – wartete die ganze Familie darauf, via Skype Glückwünsche überbringen zu können.

Gross Unterstützung vom Vater

Dieser kleine aber bedeutende Karriereschritt kommt für den ehemaligen FCB-Junior nicht ganz überraschend. Schon früh gab es für Veljkovic nur ein Berufsziel: Fussball-Profi. Auf dem Weg dorthin unterstützte ihn sein Vater Slobodan wo er nur konnte: «Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.» Unzählige Male zog es die beiden in den Bläsi- oder Dreirosenpark zum Kicken.

Der talentierte Sohn lernte, was er für eine erfolgreiche Karriere mitbringen muss: «Disziplin und Ausdauer! Ich muss weiter hart an mir arbeiten und in jedem Training Vollgas geben.» Denn kurzfristig möchte sich Veljkovic noch in dieser Spielzeit für einen Einsatz in der Startelf empfehlen.

Den erste Profi-Vertrag in Aussicht

Bei den «Lilywhites» ist der Basler definitiv angekommen. Das Umfeld stimmt und mit Nabil Bentaleb – einem ebenfalls jungen und hoffnungsvollen Talent der Spurs – hat der serbische Junioren-Internationale mit Schweizer Pass einen Weggefährten gefunden, mit dem er in der Freizeit viel unternimmt.

Die Vorzeichen für eine erfolgreiche Karriere sind günstig. Veljkovics aktueller Vertrag ist allerdings nicht für die 1. Mannschaft gültig. Doch in der nächsten Woche sollen Gespräche über seine Zukunft an der White Hart Lane stattfinden. Veljkovic ist zuversichtlich. Sollte der Basler seinen ersten Profi-Vertrag unterzeichnen, darf er ruhig noch ein bisschen weiterträumen.